"Billighunde"
Leider findet man sie immer wieder: Die Billiganbieter aus Tschechien,
Holland, Ungarn usw. , bei denen man den Chihuahua mit Papieren bereits für
500Eu bekommt, während die deutschen Züchter, mit wenigen Ausnahmen, ca 1000Eu und mehr für solch ein Tier
nehmen.
Woher kommen diese Preisunterschiede? Wenn man sich alleine anschaut, wie
diese Billiganbieter die Tiere meist halten, dann hat man die Antwort sehr
schnell gefunden. Halten sich seriöse Züchter an die strengen Auflagen der Zuchtverbände und Tierschutzvereine und
werden die Tiere auch vorschriftsmäßig gehalten, kommen einige Kosten zusammen
und es ist dann in der Regel auch nicht mehr so einfach möglich, die Tiere zu diesen
Billigpreisen abzugeben. Aber man findet immer wieder Züchter, die sich bei weitem nicht an
diese Auflagen halten. Die Haltung der Tiere ist dort oft mehr als erbärmlich. Die
Welpen werden in Massen "produziert" und zu Schleuderpreisen verschachert, um
möglichst schnell wieder Platz für neue Welpen zu haben und neu "produzieren" zu
können. So ist selbst bei diesen Billigpreisen die Gewinnspanne enorm. Aber das
ist nicht der einzige Grund, weshalb die Welpen dort so schnell wie möglich weg
müssen. Sie kosten auch jeden Tag. Für den Tierarzt wird zwar nichts ausgegeben, da die Gesundheit der Tiere vollkommen egal ist, aber man hat ja Futterkosten. Und man muß die Tiere ja soweit füttern, daß sie noch so lange überleben, um noch Geld einzubringen. Und dann ist da noch die Sache mit den Krankheiten: Die Welpen sind oft so krank, daß sie kurz nach dem Verkauf schon eingehen. Werden die Welpen also nicht schnell genug verschleudert, gehen sie vorher ein und bringen auch nichts mehr in die Kasse. Also ganz schnell weg damit.
Hier vorab ein kleines Beispiel bezüglich der Haltungsbedingungen in solchen Massentierzuchten:


Wir haben das ganze Thema nun in zwei Bereiche aufgeteilt:
Warum sind Chihuahuas so teuer? 
Wir werden immer wieder gefragt, warum diese Hunde denn so teuer sind, ob das
denn nicht billiger geht und in vielen Fällen wurden wir wegen unseren Preisen
auch beschimpft. Das wäre doch so eine Unverschämtheit für einen Welpen mehr als
300Eu zu nehmen, für das Geld bekäme man ja schon einen Kleinwagen. Wir bekamen auch
immer wieder Anfragen, ob wir die Welpen denn nicht verschenken würden.
Daß diese Hunderasse so teuer ist, hat schon seine Gründe:
- Man kann zuallererst den Chihuahua von den Zuchtbedingungen her nicht mit
einem Schäferhund oder einer anderen großen Hunderasse vergleichen. Die Geburten
sind sehr Aufwändig und schwierig. Die Hündin bekommt auch nicht 10 Welpen und
mehr in einem Wurf. Sehr oft sind es "Einzelkinder", oder auch zwei, wenn es 4
oder 5 sind, dann ist es schon sehr viel. Dann kommt es auch vor, daß
die Hündin die Welpen nicht raus bekommt, und es Totgeburten gibt. Gerade wenn
die Welpen etwas größer geraten sind. Das hat eben auch mit der Größe dieser
Tiere und mit der Größe des Beckens und des Geburtkanals zu tun. Selbst wenn man
sich an die Richtlinien hält und nur mit Hündinen ab ca 2kg züchtet, gibt es
häufig eben diese Fälle, daß die Hündin die Welpen nicht rausbekommt. Dann heißt es so schnell wie möglich zum Tierarzt. Aber selbst der Tierarzt kann oft nicht alle Welpen retten. So kann es dann auch sein, daß der eine oder die beiden Welpen, die die Hündin hatte, tot zur Welt kommen.
Auch wenn man alles dafür getan hat, die Welpen doch noch zu retten.
- Hin und wieder kommt es dann auch zu einem Kaiserschnitt, für den die Tierärzte ca
600Eu berechnen. Folge- und Nachbehandlungskosten NICHT eingerechnet. Wie eben
schon gesagt, kann es dann auch sein, daß der eine Welpe, den die Hündin hatte,
tot zur Welt kommt. Oder von mehreren Welpen mindestens einer nicht überlebt.
So etwas passiert zwar nicht in jedem Wurf und nicht bei jeder Hündin, aber es passiert. Für einen Kaiserschnitt hat man Kosten von über 600Eu und vielleicht auch keinen oder
auch nur einen Welpen. Das ist aber auch noch nicht alles. Mit einer
Hündin, die einen Kaiserschnitt hatte, kann man auch nicht mehr ohne weiteres
weiter züchten. Bei der Heilung kann es zu Verwachsungen kommen, die mitunter
eine neue Trächtigkeit unverantwortlich machen. Im Durchschnitt kann man sagen,
spätestens mit dem zweiten Kaiserschitt ist die Hündin zuchtuntauglich. Und auch diese Hündin hat man sebst einmal für 1500Eu bis 2000Eu und mehr gekauft.
Entweder man holt sich zusätzlich eine neue Zuchthündin oder man kann nicht mehr züchten. Manche Züchter geben die Hündinnen, mit denen man nicht mehr weiter züchten kann, auch ab. Bei uns bekommen eben diese Hunde auch ihr "Gnadenbrot". Sie bleiben bei uns und müssen dann natürlich auch mit versorgt werden. Zuchthündinnen haben nunmal ihren Preis, da man sie am besten nicht zu jung
kauft. Es gibt einige Kriterien für Zuchthunde, die man in zu jungem Alter noch
nicht erkennen kann.
- Sind die Welpen dann gesund auf der Welt, muß man als eingetragener Züchter
den Wurf beim Zuchtwart melden und abnehmen lassen. Die Abnahme kostet
allerdings auch wieder. Für die Ahnentafeln, die man für jeden einzelnen Welpen
bestellen muß, zahlt man ebenfalls.
- Natürlich muß auch die medizinische Betreuung der Welpen gewährleistet sein.
Die Welpen müssen regelmäßig geimpft werden. Pro Impfung und Welpe sind das ca. 70
Eu beim Tierarzt. Als nächstes müssen die Welpen auch ihren Chip bekommen. Pro
Chip und Welpe zahlt man dafür 50 Eu beim Tierarzt. Mehrfaches Entwurmen ist
auch unbedingt nötig (unsere Welpen werden bis sie mit 10 Wochen abgabebereit
sind 3 mal entwurmt). Kosten pro Wurmkur und Welpe: 15 Eu. Vor der Abgabe werden unsere Welpen dann
auch noch tierärztlich untersucht, damit der Käufer und wir selbst sicher sind,
daß die Welpen auch kerngesund sind. Für diese tierärztliche Untersuchung wird
auch nochmal pro Welpe 50Eu berechnet.
- Und dann sind da natürlich auch noch die Futterkosten. Die Welpen brauchen
mitunter eine Zusatzmilch, wenn die Mutterhündin nicht genügend Milch hat. Nach
einiger Zeit bekommen sie statt der Milch ein spezieller Welpenbrei und nach dem
Welpenbrei Dosenfutter für Welpen. Dazu immer Trockenfutter. Die Kosten für das
Futter kann man gar nicht so genau berechnen, aber es ist nicht gerade
günstig.
- Die ganze Zeit, die man in die Pflege der Hunde steckt und den Zeitaufwand
den man hat, wenn man die Kleinen mit der Flasche beifüttern oder ganz mit der
Hand aufziehen muß, den kann man auch nicht berechnen. Man muß dazu auch immer
sehen, daß die Tiere gekämmt werden, die Körbchen sauber gehalten werden und
auch sonst für Sauberkeit sorgen.
- Manche Züchter haben auch keinen Rüden und gehen bei einem anderen Züchter oder bei einer Privatperson fremddecken. Es kommt auch vor, daß man zwischendurch auch Fremddecken geht, obwohl man einen eigenen Rüden hat. Einfach um auch "frisches Blut" in den Bestand zu bekommen. Für das Decken nimmt ein Züchter auch ca 400Eu und mehr, je nachdem welche Auszeichnungen der Rüde auf Ausstellungen schon gewonnen hat
- Damit man mit seinen Zuchthündinen und Rüden vom Verein aus auch züchten darf und für die Welpen später Papiere bekommt, muß man diese erst einmal zuchttauglich schreiben lassen. Das kostet natürlich auch wieder. Geht man mit der Hündin auf Ausstellungen, damit das Tier einige Titel vorweisen kann, zahlt man für jeden Ausstellungsbesuch und für jedes Tier Startgebühr. Für das Eintragen der Benotung und des Titels, die das Tier dort errungen hat bzw. die Ausstellung der Championate, zahlt man dann nochmals extra. Das sind je nach Ausstellung und Verein pro Hund und Titel 25-40Eu Startgebühr und nochmals 15-20 Eu für das Ausstellen eines Championats, wenn der Hund die Vorraussetzungen für ein bestimmtes Championat erfüllt hat.
- Natürlich müssen auch Züchter ihre Hundesteuer zahlen. Je nachdem, wo man wohnt, ist das auch wieder eine ganz enorme Summe.Es sei denn, der Züchter ist vorschriftsmäßig beim Finanzamt gemeldet. Was die meisten nicht wissen: Ab ca 4 Würfen im Jahr (abhängig von der Wurfgröße) muß der Züchter beim Finanzamt gemeldet sein und auch seine Einnahmen versteuern. Dies hat nichts mit Massenproduktion und Hundezucht als Verdienstquelle zu tun, sondern ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die meisten Züchter versteuern Ihre Einnahmen allerdings nicht, obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet wären. Sie machen sich damit also strafbar. Von dem Kaufpreis des Hundes gehen also 19% alleine an das Finanzamt. In manchen Orten sagen die Finanzämter mittlerweile, daß die Hundezucht nicht versteuert und angemeldet werden muß, weil man dafür zu wenig verdient und lehnen die Anträge der Züchter ab. Dies ist aber nicht überall der Fall und die Zucht muß zuerst auf jedenfall angemeldet werden. Ob das Finanzamt den Antrag dann ablehnt, liegt in deren Ermessen. Man kann auch schon davon ausgehen, daß ein Züchter, der mehr als die 4 Hündinnen besitzt, auf jeden Fall versteuern muß und die Finanzämter den Züchter nicht ablehnen.
-
Das Anmelden des Zwingers beim Veterinäramt und das Ablegen einer Sachkundeprüfung ist zwar keine Pflicht, ist allerdings gerne gesehen und sollte unserer Meinung nach Vorraussetzung werden, um einen Zwinger anmelden zu dürfen. Dazu kommt jemand vom örtlichen Vetrinäramt unangemaldet vorbei und kontrolliert die Unterbringung und die Haltung der Tiere. Zudem werden dem angehenden Züchter einige Fragen gestellt, um sein Fachwissen zu prüfen. Natürlich zahlt man dem Veterinäramt eine Prüfungsgebühr. Diese ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Mit ca 100Eu sollte man allerdings mindestens Rechnen.
- Zuletzt kann es immer einmal sein, daß einer der Welpen oder eines der
Zuchttiere spezielle medizinische Betreuung oder sogar eine Operation benötigt.
Dann gehen die Tierarztkosten sehr oft in die Hunderte und Tausende.
Dies war nur eine grobe Liste der Kosten, die auf einen seriösen Züchter
zukommen. Dazu kommt noch ganz viel Kleinkram wie z.B. Spielzeug, Decken und Körbchen, die ausgewechselt werden müssen, wenn sie verschlissen sind, Leckerchen für zwischendurch, Leinen und Halsbänder halten auch nicht ewig. Die genzen Körbchen und Decken müssen auch regelmäßig gewaschen werden. Das verbaucht auch eine ganze Menge an Putz- und Waschmittel. Auch die Hunde brauchen zwischendurch ein Bad usw..
Die Preise dieser Tiere haben also schon ihren Grund. Wenn man bei diesen ganzen Umkosten Anbieter sieht, die ihre Tiere für 200-500Eu anbieten, wird man schon recht stutzig denn rein rechnerisch kann das schon etwas nicht stimmen. Selbst wenn man sagt, man möchte mit den Tieren nichts verdienen, so ist wohl kaum jemand so gut betucht, daß er nicht wenigsten einen kleinen Teil, von dem, was man in das Tier inverstier hat bekommen möchte. mehrere hundet Euro auf einen Welpen draufzahlen, das kann sich wohl wirklich keiner leisten. 
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"Billighunde"
Immer wieder findet man Anbieter aus Tschechien, Ungarn, Holland und leider auch aus Deutschland, die Hunde unter erbärmlichen Bedingungen halten und mit wenig Aufwand das große Geld machen wollen. Chihuahuawelpen werden dort zu Billigpreisen angeboten. Leider wird dort aber oft nicht viel in die Tiere investiert. Die Tiere sollen einfach nur einen Reingewinn bringen. Das heißt viele Hunde sind zusammengepfercht in Käfigen und Zwingern, erhalten keine Pflege, alles ist einfach nur verdreckt, jegliche tierärztliche Behandlung fehlt und weder die Elterntiere noch die Welpen werden geimpft oder entwurmt (oft werden die Impfpässe selbst unterschrieben). Gibt es Komplikationen mit der Hündin bei der Geburt oder kann man mit einem Tier aus diversen Gründen nicht züchten, wird es einfach erschlagen und in manchen Fällen einfach liegen gelassen. Das gleiche mit Welpen, die eingegangen sind.
Die Hunde dort aus Mitleid mituzunehmen bringt rein gar nichts! Das erworbene Tier ist meistens auch so krank, daß es nach wenigen Tagen eingeht. Jeder Kauf eines Welpen bei solchen Züchtern oder Händlern fördert diese Tierfabriken! Solange es jemanden gibt, der die Tiere kauft, machen diese Tierquäler weiter!
Billighunde aus Massentierzuchten wachsen meist so auf:














leider sind solche Bilder immernoch Realität!
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