Fragen und Antworten

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Diese Fragen und Antworten sollen Ihnen möglichst schon vor Aufkommen der Fragen und Probleme helfen. Ob von der Auswahl der Rasse (wie wir hoffen ein Chihuahua) und des Züchters bis hin zur Aufzucht und Erziehung Ihres Chihuahuas wollen wir hier schon Antworten und erste Tipps geben.

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Letzte Bearbeitung: 04.12.2011

 

Der Chihuahua

Wie sollte ein Chihuahua aussehen? Wie lautet der Rassestandard?

Laut FCI-Rassestandard (Word-Dokument auf der Internetpräsenz) sollen Chihuahuas unter anderem folgende Merkmale besitzen:

Bis zum Oktober 2009 waren auch im FCI noch Merle-Tiere offiziell anerkannt. Im AKC (dem amerikanischen Pendant des FCI) sind, wie in den meisten anderen Vereinen auch, Merle noch immer anerkannt (siehe die AKC Chihuahua Standard-Beschreibung unter "color": Jede Farbe, einfarbig, gefleckt oder gepunktet)

Achtung: Das ein Hund dem Rassestandard entspricht, heisst noch nicht dass das Tier auch zuchttauglich ist. Eine Hündin unter 2kg sollte nach unserer Meinung nicht in die Zucht gehen, auch wenn es Vereine gibt, wo dies möglich ist.

 

Welche Farben gibt es beim Chihuahua? Was sind die sogenannten "Sonderfarben"?

Grundsätzlich sind laut Rassestandard bei den Chihuahua alle Fell-Farben erlaubt (in Abhängigkeit vom Zuchtverband auch Merle, siehe dort).

Zudem sei auch angemerkt, daß die Farben teilweise fließend sind und nicht immer genau bestimmt werden können. Ansonsten zählen wir sie hier sortiert nach der üblichen Häufigkeit auf, abgesehen von reinen Farb-Zuchten.

Die Rottöne (siehe unser Graf) in allen Variationen wie auch "wildfarben" (mit dunkleren Flecken im Gesicht und Rücken, siehe unsere Leila) sind vermutlich häufigste Farbvariante bei einer gesunden, farblich vielfältigen (d.h. keine reine Farb-Zucht) Verpaarung der Elterntiere. Die helleren, "ausgewaschenen" Rottöne kommen zur Zeit immer häufiger vor. Die relative Häufigkeit bedeutet allerdings nicht, daß diese Farbe in irgendeiner Weise minderwertig ist. Gerade in der Zucht spielt diese Farbe eine wichtige Rolle.

In der Häufigkeit folgt sicherlich schwarz oder "black" (siehe Fridolin). Der Zusatz "tan" welchen man hier fast immer findet ("black & tan"), bedeutet einfach, dass der Hund an allen Pfoten eine Art brauner Stiefelchen und gewissermaßen hell gezeichnete Augenbrauen hat. Rein Schwarzfarbene Chihuahuas, ohne "tan", findet man dagegen äußerst selten (allerdings sehen diese Hunde durch ihre "Eintönigkeit" unserer Ansicht nach auch irgendwie langweilig aus).

Schoko (siehe unser Sherry) kann wohl als die erste "Sonderfarbe" bezeichnet werden, obwohl mittlerweile bereits reine Schoko-Zuchten entstehen, in denen durchweg Schoko-Tiere verpaart werden und somit der Farbe "schoko" die Besonderheit genommen wird. Allerdings ist bei durchweg reiner Schoko-Verpaarung auch ein Farbverlust ( zunehmend heller werdende Schoko-Töne) zu beobachten, so daß wir uns von reinen Schoko-Linien distanzieren.

Blue wirkt wie ein taubengrau (siehe Momo), ist noch eine tatsächliche Sonderfarbe, da hier nicht wie bei Schoko so agressiv auf diese Farbe gezüchtet werden kann.

Lilac ist die übliche Farbe von Weimaranern. Diese Farbe kann mit Recht als eine Sonderfarbe bezeichnet werden, ist sie doch außerordentlich selten, allerdings züchterisch ebenso herausfordernd, da hier der Verpaarungs-Partner noch vorausschauender gewählt werden muss.

Weiß (siehe Xenia) ist wohl die seltenste Farbe, wenn es nicht durch Scheckung verursacht wird (Schecken bedeutet weiße Flecken im ansonsten andersfarbigen Fell, siehe hierzu Aico). Die Verpaarung zweier Schecken, wodurch dieses "Schecken-weiß" erreicht werden kann, lehnen wir ab, da wir dies als ungesund betrachten. Der Unterschied zwischen weiß durch Scheckung und dem echten Weiß ist üblicherweise daran zu erkennen, daß ein Schecken-Weiß fast "perfekt weiß" ist, während bei dem "echten" Weiß (auch genannt weiß-creme) oft hier und dort noch ins hell-rötlich gehende Fellregionen zu finden sind.

 

Chihuahuas sind doch keine richtigen Hunde...

Natürlich sind auch Chihuahuas richtige Hunde und keine Stofftiere oder Modeassecoirs. Viele Society-Girls wie die im Zusammenhang mit Chihuahuas immer wieder gerne genannte Paris Hilton vergessen dieses. Ein Chihuahua hat die gleichen Bedürfnisse wie ein großer Hund auch. Auch der Chihuahua geht sehr gerne spazieren und braucht seinen Auslauf. Er will nicht die ganze Zeit in einer Tasche durch die Gegend getragen werden und den ganzen Tag still auf dem Sofa liegen. Als Welpe muß auch einem Chihuahua erst die Stubenreinheit beigebracht werden. Auch ein Chihuahua muß gefüttert und gepflegt werden und braucht den Bezug zu seinem Herrchen. Wie jeder andere Hund auch kann auch der Chihuahua zwischendurch Haaren. Er kann auch einige Dummheiten anstellen wie Löcher buddeln, Katzen jagen oder die neuen Gucci-Schuhe zerbeißen.

 

Kann ich mit einem Chihuahua genauso spazieren gehen, wie mit einem großen Hund?

Natürlich kann man auch mit einem Chihuahua richtige Spaziergänge machen. Dabei kommt es immer darauf an, ob der Chihuahua an regelmäßige Spaziergänge gewöhnt ist und somit auch die Kondition hat. Ist dies der Fall, so kann ein Chihuahua auch mit manchen größeren Hunden mithalten. Vielleicht nicht mit Rennmaschinen wie z.B. Huskys usw. aber mit so mancher anderen Rasse. Spaziergänge von einer guten Stunde, manchmal auch mehr, sind für einen gesunden Chihuahua normaler Größe (2-3kg), der das Laufen auch gewohnt ist, kein Problem. Bei Minichihuahuas sollte man aber etwas vorsichtiger sein. Sie halten meist nicht ganz so lange durch wie ihre normalgroßen Artgenossen (Wie so oft gibt es aber auch hier Ausnahmen). Das heißt aber nicht, daß man die kleineren Chihuahuas den ganzen Tag in einer Tasche herumtragen soll. Sie laufen auch sehr gerne und brauchen auch ihren täglichen Spaziergang. Man sieht mit der Zeit, wie lange der Hund durchhält und auch laufen möchte und kann sich auch darauf einstellen.

 

Mini-Chihuahua, Teacup-Chihuahua und Qualzucht

Was hat es mit diesen Mini- bzw. Teacup-Chihuahuas auf sich?

Seit einiger Zeit steigt die Nachfrage nach immer noch kleineren Hunden dieser ohnehin schon kleinen Rasse. "Mini" darf sich eigentlich schon jeder Chihuahua unter 2kg nennen. Dies ist aber anscheinend vielen Züchtern nicht genug, und so bewerben sie ihre Tiere mit "Teacup"-Chihuahuas, die "in eine Teetasse passen". Um möglichst kleine Tiere zu züchten, verpaaren sie dann auch Hündinnen mit Gewichten unter 1,5Kg oder noch weniger (siehe hierzu auch Qualzucht).
Dabei bedeutet "kleine Eltern" nicht auch gleich "kleine Welpen", auch wenn dubiose Züchter gerne behaupten, dass das Endgewicht der Nachkommen zwischen dem Gewicht der Eltern sein wird. Dies ist großer Unsinn! Kleine Tiere können große Nachkommen haben und umgekehrt.

Zu guter Letzt werden aufgrund des Miniwahns Tiere unter Angabe eines falschen Alters vorzeitig abgegeben. Nicht selten sieht man angeblich 12 Wochen alte Welpen, die nicht einmal ihre Ohren aufgestellt haben (zur Information: Dies geschieht üblicherweise in der 6-8ten Woche).

Wir möchten hier noch einmal ausdrücklich auf die Problematik der Unterzuckerung gerade bei besonders kleinen Welpen hinweisen.

Weitere Informationen zu diesem Thema sind auf unserer Seite "Mini-Chihuahua" zu finden.

 

Qualzucht, was ist damit gemeint?

Häufig taucht im Zusammenhang Mini- oder Teacup-Chihuahua auch der Begriff "Qualzucht" auf. Natürlich ist das Leben eines kleinen Hundes genau so wertvoll wie das eines großen Tieres. Wenn allerdings solch kleine Hündinnen zur Zucht eingesetzt werden, überschreitet dies die Grenze zur Tierquälerei.
Kleine Elterntiere bedeutet nicht garantiert auch kleine Nachkommen, und so kann es passieren, daß eine Hündin von 1,5Kg oder weniger einen Wurf von 4 oder mehr normalgroßen Welpen von jeweils 120g bekommt. Das entspricht einem Gesamtgewicht von ca. 1/3 des eigenen Gewichtes (plus Nachgeburt etc)! Und diese Hündinnen können auch große Nachkommen von 150g bekommen.
Da Hündinnen in der letzten Trächtigkeitswoche kaum noch Futter zu sich nehmen, benötigen sie natürlich Reserven. Leichte Hündinnen haben nicht viele Reserven und bei einer Trächtigkeit wird dadurch das Leben der Hündin riskiert (siehe auch Unterzuckerung).
In dem Rassestandard ist aufgeführt, das Hunde selbst unter einem Kilo akzeptiert werden. Dieser Standard gilt jedoch in erster Linie für die Bewertungen bei Ausstellungen. Von einer Zucht mit Hündinnen unter 2kg ist jedoch abzusehen, und die meisten Zuchtwarte und Tierärzte weigern sich glücklicherweise solche Hunde zuchttauglich zu schreiben.
Auch aus diesem Grund raten wir zum Kauf nur mit Papieren, damit solche Hündinnen nicht zur Zucht eingesetzt werden. Auch wenn es leider Vereine gibt, die diese Hündinnen dennoch zur Zucht zulassen.

Mittlerweile wird von vielen Gegnern der Merle-Chihuahuas auch die Merle-Zucht als Qualzucht bezeichnet. Hier raten wir zunächst einmal weitere Infos über Merle zu recherchieren.

 

Rund um die Gesundheit

Was ist diese PL (Patellaluxation) von der man immer hört?

PL ist, einfach gesagt, eine krankhaft lockere Kniescheibe. (Patella = Kniescheibe; Luxation = Gelenkserkrankung; siehe auch "Patellaluxation" im deutschsprachigen Wikipedia). In leichten Formen kann dies auf den Hund keine direkten Auswirkungen haben.
Mit einem guten Jahr kann man einen Chihuahua auf PL testen lassen. Ein Befund wird oft rechts-/linksseitig notiert, so kommen Ergebnisse wie beispielsweise "PL 0/0" zustande.
Generell sollte nur mit befundfreien (PL 0/0; PL-frei) Tieren gezüchtet werden, um eine vererbte PL so weit möglich auszuschließen. Leider lässt sich auch durch PL-freie Eltern das Risiko auf PL nicht komplett ausschließen. Zudem gibt es noch eine nicht angeborene PL, welche beispielsweise durch zu starke Belastung in der Jugend hervorgerufen werden kann.

PL tritt übrigens nicht nur bei Chihuahuas auf.

 

Was bedeutet "Zähne 6/6"?

Die Zahlen beziehen sich auf die Schneidezähne des Hundes, jeweils eine Zahl für die Anzahl der Schneidezähne oben und unten. Ein vollständiges Gebiß eines Hundes besitzt jeweils 6 Schneidezähne (Siehe Zahnformel Hund im deutschsprachigen Wikipedia). Die Fang- und Backenzähne werden bei dieser Zahlformel nicht berücksichtigt. Den Zusatz "vollzahnig" bedeutet weiterhin nicht nur das Vorhandensein aller Schneidezähne, sondern auch aller übrigen Backenzähne. Leider wird "vollzahnig" häufig fälschlicherweise auch schon einfach nur für das Vorhandensein aller Schneidezähne (also ein 6/6 Gebiß) verwendet.

 

Sind Chihuahuas krankheitsanfälliger als große Hunde?

Bedingt durch das geringe Körpergewicht sinkt die Körpertemperatur in der kalten Jahreszeit schneller als bei großen Tieren. Daher sollte man nicht zu lange mit ihnen bei zu kaltem Wetter draußen bleiben, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Ansonsten sind Chihuahuas nicht schneller oder öfter krank als große Hunde.

 

Sind Mischlinge nicht gesünder als Rassehunde?

Diese Aussage stammt vermutlich daher, daß in der Genetik oft mischerbige (d.h. die zwei Allele eines Gens sind unterschiedlich) Organismen als besonders leistungsfähig angesehen werden. (siehe hierzu der sogenannte Heterosis-Effekt).
Das allerdings nicht einfach Mischlinge immer gesünder sind, kann man sich einfach klar machen wenn man sich einen Schäferhund mit Dackelbeinen (Suchen Sie einfach mal nach "Schäferhund Dackel Mischling") vorstellt... Das kann nicht wirklich gesund sein. Aber so etwas kann passieren, wenn ein Laie einfach Rassen kreuzt.
Den oben genannten Heterosis-Effekt erreicht man auch schon durch Verpaarung von möglichst blutsfremden Elterntieren. Aus diesem Grund vermeiden wir gewisse Verpaarungen (z.B. Mutter/Sohn) und bemühen uns, immer wieder frisches Blut in unsere Linien zu bekommen.

 

Werden Chihuahuas wirklich meist per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht?

Leider geht im Internet das Gerücht um, daß die meisten Chihuahua-Geburten per Kaiserschnitt stattfinden. Dies ist ganz klar falsch. Richtig ist, dass bei zu kleinen Hündinnen (unter 2kg) die Gefahr auf einen Kaiserschnitt stark wächst.
Ein Kaiserschnitt belastet die Hündin extrem, die Wunde braucht Nachbehandlung und ein verantwortungsvoller Züchter wird spätestens nach dem zweiten Kaiserschnitt eine weitere Trächtigkeit vermeiden, um weitere Komplikationen auszuschliessen. Hieran sollte man erkennen, dass ein verantwortungsvoller Züchter einen Kaiserschnitt um alles zu vermeiden versucht.

 

Welche Impfungen sind wann fällig?

In der 8-9 Woche, also vor der Abgabe, sollte ein Hund das erste Mal geimpft werden. Hierbei erhält der Hund seinen Impfpass. Mit 3 Monaten ist eine Wiederholungsimpfung fällig, dabei wird der Hund üblicherweise direkt auch gegen Tollwut geimpft.
Die weiteren Impfungen werden im Jahrestakt fällig, so z.B. die Tollwutimpfung. (Mittlerweile gibt es auch länger gültige Tollwutimpf-Präparate. Wollen Sie jedoch auf Ausstellungen gehen, beachten Sie daß die meisten Veranstalter eine maximale Frist von einem Jahr für die Tollwutimpfungen verlangen.)

Was hat es mit dem bei Chihuahuas häufig auftretenden "Rückwärtsniesen" auf sich?

Hin und wieder kommt es bei Chihuahuas vor, dass sie "Rückwärtsniesen". Es hört sich an, als ob das Tier etwas verschluckt hätte und nun versucht, es herauszuwürgen. Gerade wenn die Hunde erregt sind (weil Herrchen/Frauchen mit ihnen tobt oder weil es ein besonderes Leckerchen gibt) kommt dies vor. Hier hilft (falls überhaupt nötig) ein einfaches Hand auf den Kopf legen. Dadurch beruhigt sich der Hund wieder und das Grunzen hört ebenfalls schnell auf.

Wie erkenne ich eine Unterzuckerung, und was kann ich dagegen tun?

Besonders bei den kleineren Hunden kann es vorkommen, dass sie Unterzuckern. Dies geschieht, wenn der Hund nicht genug oder zu lange nicht gefressen hat, weil andere Hunde alles weggefressen haben, oder zu lange interessante Ablenkung wie Spielen oder Gäste da waren. Er sitzt dann z.B. träge in seinem Körbchen, hat kein Interesse an seinem Lieblingsspielzeug, bekommt den Kopf offensichtlich nur noch schwer gehoben und in extremen Fällen fängt das Tier auch zu zittern an.

Achtung: Unterzuckerung kann innerhalb von Stunden zum Tode führen!!

Aus diesem Grund sollte man gerade bei den Welpen und bei besonders leichten Chihuahuas genau darauf achten, daß sie regelmäßig fressen. Bei langen Spaziergängen z.B. einfach ein paar Leckerlies mitnehmen und dem Hund regelmässig etwas geben.

Benimmt der Hund sich verdächtig und zeigt Anzeichen einer Unterzuckerung, sollte man versuchen ihn zum Fressen zu bringen. Mit Traubenzucker (oder auch Dextro-Energy) in etwas Wasser gelöst kann der Zuckergehalt recht schnell wieder hoch gebracht werden, jedoch fällt er danach auch schnell wieder. Dies kann nur als kurze Überbrückung genutzt werden. Honig wirkt etwas langsamer, hält dafür etwas länger an.

Auf jeden Fall sollte das Tier zum Tierarzt gebracht werden. Eine Aufbauspritze hilft sehr schnell, und der Appetit kehrt rasch wieder.

 

Vor der Anschaffung

Darf ich in meiner Wohnung auf jeden Fall einen Chihuahua halten?

Es gibt nun seit einigen Jahren ein Gesetz, daß die Haltung von Kleintieren auch ohne die Zustimmung des Vermieters auf jeden Fall erlaubt. Hunde fallen allerdings nicht unter dieses Gesetz! Ist im Mietvertrag ausdrücklich die Tierhaltung oder sogar direkt eine Hundehaltung verboten, darf auch kein Chihuahua oder anderer Kleinhund gehalten werden und sei er noch so winzig. Macht der Mietvertrag die Haltung von Tieren von der Zustimmung des Vermieters abhängig, muß der Vermieter vorher gefragt werden. Bei einem kleinen Hund könnte man in diesem Fall aber Glück haben, daß der Vermieter doch zustimmt. Steht zur Tierhaltung nichts im Mietvertrag, sind die Interessen aller Beteiligten abzuwägen. Also auch die der Nachbarn und des Vermieters. Steht nichts im Mietvertrag heißt das also nicht, daß man sich auf jeden Fall einen Hund anschaffen kann. Es muß dennoch vorher abgeklärt werden. Der Vermieter hat das letzte Wort!

 

Was brauche ich, damit der Welpe bei mir einziehen kann?

Folgende Check-Liste sollte der neue Hundehalter durchgehen, bevor der Welpe in das neue Heim geholt wird:

 

Ich bin Allergiker, kann ich auf Chihuahuas reagieren?

Natürlich reagiert jeder Allergiker anders. So kann man auf eine Rasse reagieren, während eine andere Rasse keine Reaktion zeigt.

Sogar zwischen Kurz- und Langhaar-Chihuahuas sind die Reaktionen unterschiedlich. Üblicherweise reagieren Allergiker stärler auf die Langhaar-Chihuahuas. Allerdings können auch Kurzhaarige allergische Reaktionen auslösen.

Eine kritische Phase für Allergiker ist der Fellwechsel vom Welpenfell zum Erwachsenenfell etwa von der 15ten bis zur 22ten Woche (und dies besonders bei Langhaar-Tieren wo die Haare teilweise büschelweise ausfallen). Auf den Fellwechsel zwischen Sommer- und Winterfell reagiert man deutlich weniger, und der Wechsel fällt bei den kurzhaarigen Chihuahuas auch deutlich weniger auf als bei der langhaarigen Variante.

(Diesen Fall haben wir in der Familie: Abgesehen vom Fellwechsel Baby- auf Erwachsenenfell der Langhaar-Tiere zeigt sich keine Reaktion.)

Am sichersten ist es, wenn Sie vor Anschaffung und bei Neigung zu allergischen Reaktionen erst eine gute Zeit (am Besten mehrere Stunden) in Gesellschaft von Chihuahuas aufhalten und auf allergische Reaktionen achten. Bedenken Sie, dass zur Zeit des Fellwechsels die Reaktionen verstärkt auftreten.

 

Mit welchen weiteren Unkosten muss ich nach der Anschaffung eines Chihuahuas rechnen?

Auch nach der Anschaffung fallen natürlich monatlich bzw. jährlich regelmäßige Kosten an. Im Schnitt sollte man also schon mit 70 Euro pro Monat an "laufenden Kosten" rechnen, bei unvorhergesehenen Ereignissen auch mehr.


"Geschlechterkampf": Rüde oder Hündin?

Hat man sich entschieden, einen Hund ins Haus zu nehmen, stellt sich immer die Frage, ob Rüde oder Hündin. Im allgemeinen ist dies Geschmackssache, allerdings halten sich hartnäckig die Gerüchte, daß Rüden unsauber und nicht so anhänglich wären. Das stimmt so nicht! Jedes Geschlecht hat seine Vor- und Nachteile:

Die Hündin wird im Durchschnitt 2 mal im Jahr läufig. Für die Zeit von ca drei Wochen wird die Hündin also auch Blutstropfen verlieren. Normalerweise halten sich die Hündinnen selbst sauber, dies ist aber wie so viele Dinge von Hündin zu Hündin unterschiedlich. Die eine Hündin ist sauberer und schmiert weniger Blut durch die Wohnung, die andere Hündin bekommt das nicht so gut hin. Auch die Stärke der Blutung ist von Hündin zu Hündin unterschiedlich: Die eine Hündin blutet stärker als die andere. Es gibt zwar mittlerweile Schutzhöschen mit Wechseleinlagen aber die meisten Hunde mögen diese Hosen nicht. So kann es also sehr gut sein, daß die Dame sich diese Schutzhöschen sehr schnell zerbeißt. Während dieser Zeit ist auch erhöhte Vorsicht geboten, damit nicht ein Rüde aufmerksam wird und es ungewollten Nachwuchs gibt. Auch Zäune oder Leinen bieten keinen optimalen Schutz. So mancher Rüde ist schon über einen Zaun gesprungen, wo unsereins sagen würde "da kommt doch kein Hund rüber". Auch so manche Leine ist schon gerissen und die Dame hat sich einfach aus dem Staub gemacht und hat einmal den Nachbarrüden besucht. Dann gibt es natürlich auch die nicht angeleinten Hunde, die einem beim Spaziergang immer wieder den Weg kreuzen. Gerade diese Situationen dürfen Sie nicht unterschätzen. Sie werden nur schwer verhindern können, daß der ankommende Rüde nicht auf ihre Hündin springt. Bei den größeren Rassen ist das Gewicht und die Kraft das Problem, die kleineren Rassen sind meist so flink, daß man sie kaum gefaßt kriegt. Das Hochheben der Hündin bietet nur bei den Rüden kleinerer Rassen einen wirklichen Schutz. Bei den männlichen Vertretern größerer Rassen ist wieder Kraft und Masse das Problem. Da kann man ganz leicht umgeworfen werden. Auch wenn das Herrchen des Rüden dazu kommt, hilft dies nicht viel. Viele Hundhalter haben ihre Tiere nicht so im Griff, wie sie meinen. Wenn dann noch eine läufige Hündin im Spiel ist, kennen viele der Rüden auch ihr Herrchen nicht mehr. Auf "sitz" oder "komm" hören die Tiere dann erst recht nicht mehr. Sie glauben auch nicht, wie schnell der ganze Akt gehen kann. Hängen die Tiere erst einmal zusammen, ist es auch schon zu spät. Dann sollte auch auf keinen Fall versucht werden, den Rüden von der Hündin zu ziehen, da nicht nur der Rüde, sondern auch die Hündin erheblich veretzt werden kann. Durch eine Sterilisation kann das Problem zwar behoben werden; man sollte sich aber überlegen, ob die Nachteile einer Sterilisation nicht doch überwiegen.

Der Rüde markiert natürlich an der ein oder anderen Ecke. Entgegen vielen Gerüchten kann man dies allerdings in der Wohnung durch gute Erziehung unterbinden. Jedem Welpen kann beigebracht werden, nicht in die Wohnung zu machen. Kommt der Rüde in das geschlechtsfähige Alter, sollte man nochmals besonders aufpassen, und darauf achten, daß er nicht anfängt zu markieren. Falls er dieses tun sollte, genau wie bei einem Welpen zeigen, daß dieses nicht erlaubt ist. Stubenreine und gut erzogene Rüden machen im allgemeinen nicht in die Wohnung und markieren dort auch nicht. Falls allerdings Bekannte mit einer Hündin zu Besuch kommen, die vielleicht auch noch bald heiß wird oder sogar heiß ist, kann es sein, daß der Rüde trotzdem versuchen wird, an der ein oder anderen Ecke doch zu markieren. Auch muß man darauf achten, daß der Rüde nicht ausbricht, wenn er eine läufige Hündin in der Nachbarschaft riecht. Nach einer Kastration ist das Problem des Nachlaufens von Hündinnen und Markieren als Zeichen des Geschlechtstriebs behoben. Allerdings markieren Rüden auch zum Abstecken ihres Reviers und Urinieren auch, indem sie das Beinchen heben. Also kann man es nicht ganz abstellen. Eine gute Erziehung ist also absolut notwendig. Es sollte auch, wie auch bei der Hündin, überlegt werden, ob die Nachteile einer Kastration nicht doch überwiegen. Das die Rüden strenger riechen als Hündinnen stimmt allerdings nicht. Es kann höchstens sein, daß der Urin von unkastrierten Rüden etwas strenger riecht, aber nicht der Rüde selbst.

Beide Geschlechter sind gleich stark verschmust. Da kommt es voll und ganz auf den Charakter des Hundes, den Umgang mit dem Hund und die Zeit an, die man mit seinem Hund verbringt. Auch die Größe kann man nicht am Geschlecht fest machen. So gibt es für die jeweilige Rasse sehr große Hündinnen und sehr kleine Rüden und umgekehrt.

 

Welche Haarvariation: kurz oder lang?

Ob Kurz- oder Langhaar besser gefällt, ist eine reine Geschmacksfrage.

Kurzhaarige Chihuahuas können natürlich Kleinigkeiten, die nicht dem Idealbild entsprechen, schwerer kaschieren. Daher finden wir persönlich es schwerer, einen richtig typvollen Kurzhaar-Chihuahua zu finden, als einen typvollen Langhaar.

Die kurzhaarigen Chihuahuas sind erfahrungsgemäß etwas temperamentvoller, die langhaarigen sind etwas ruhiger, was nicht heißen soll das sie "nur faul auf der Couch liegen". Ein Rudel wird somit nicht selten von einem Kurzhaar dominiert. Es gilt aber auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel.

 

Sie wohnen so weit weg, können Sie uns nicht einen Züchter in unserer Nähe empfehlen?

Sehr wahrscheinlich nein.
Züchter, die wir nicht kennen, werden wir nicht empfehlen. Da wir aber selber nur Züchter in unserer Umgebung gut genug kennen, werden wir kaum einen Züchter in Ihrer Umgebung empfehlen können.

 

Wie finde und woran erkenne ich einen seriösen Züchter?

Züchter zu finden ist in der modernen Zeit des Internets kein Problem, in einer Suchmaschine einfach "Zucht Chihuahua" eingeben und schon wird man fündig. Danach stellt sich nur noch die Frage ob der gefundene ein seriöser Züchter mit gesunden, typvollen Tieren ist.

Ganz sicher kann man nie gehen ob der Züchter seriös ist, aber hier ein paar Stichpunkte, an denen Sie sich orientieren können. Lesen Sie sich auch auf jeden Fall unsere Seiten zu den Betrügerbanden durch, um die gängigen Betrugsmaschen kennenzulernen.

Ansonsten ist es auch eine gute Idee, auf einer Hundeausstellung mit Hundehaltern und auch Züchtern ins Gespräch zu kommen. Hier ist auf jeden Fall ein guter Ort für den direkten Erfahrungsaustausch.

 

Rund um den Welpen

Ab welchem Alter darf ein Chihuahua in sein neues Zuhause ziehen? Wann sind Welpen abgabebereit?

Mit 9-10 Wochen ist ein Welpe üblicherweise kräftig genug, um von seiner Mutter getrennt zu werden. Zu diesem Zeitpunkt fressen die Welpen auch schon selbstständig und sind länger nicht mehr auf die Muttermilch angewiesen.
Je nach seiner Entwicklung und Gewicht (besonders bei kleinen und zierlichen Tieren) ist es zum Wohl des Welpen auch mal notwendig, daß er 12 oder auch 14 Wochen bei der Mutter bzw. beim Züchter verbleibt, damit das Fressverhalten und das soziale Verhalten des Welpen im Rudel beobachtet werden kann, dieser Notfalls auch beigefüttert werden kann und auch schon entsprechend sozialisiert ist.

 

Kann man anhand des Geburtsgewichts auf das Endgewicht schließen? Wie zuverlässig sind diese Gewichtstabellen?

Eine Gewichtstabelle kann bestenfalls eine grobe Orientierung sein. Die wohl meistzitierte Tabelle im Internet nennt nach unseren Erfahrungen allerdings deutlich zu geringe Gewichte.
Ein Laie sollte sich lieber auf die Aussage eines erfahrenen Züchters verlassen, da dieser weitere Erfahrungswerte wie z.B. Wurfstärke und Gewicht der Tiere aus früheren Würfen gleicher Verpaarung mit berücksichtigen kann.
Als ganz grobe Richtwerte kann man sagen ein Chihuahua-Welpe mit 6 Wochen etwa 1/4 seines Endgewichtes erreicht hat und mit 13 Wochen ungefähr die Hälfte des Endgewichtes hat. Dies sind aber auch nur Richtwerte, plötzliche Wachstumsschübe können genau so gut das Endgewicht beeinflussen wie ein Wachstumsstop.

 

Welpen-Gesundheitscheck für Laien

Hier ein paar Stichpunkte, welche das Erkennen eines gesunden Welpen erleichtern sollen (wird noch erweitert):

 

Muss der Welpe gechippt werden?

Sobald Sie Europa-Grenzen überqueren wollen, muss ein Hund gekennzeichnet sein. Als neue Markierung wird mittlerweile nur noch ein Chip akzeptiert. In Abhängigkeit in welchem Land bzw. Bundesland Sie wohnen, gilt dort bereits eine Kennzeichnungspflicht mit Chip (evtl Chippflicht nur für große Hunde). Informieren Sie sich auf jeden Fall, wenn Sie einen ungechippten Hund kaufen wollen, ob nicht eine Chippflicht besteht.

Wir chippen unsere Welpen generell, so daß Ihnen diese Pflicht mit Welpen von uns erspart bleibt.

 

Beim Kauf

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Wir empfehlen generell, Welpen bei einem kompetenten Züchter zu kaufen, der mit Rat und Tat Hilfe bietet und bei dem man sich Welpen und Elterntiere ansehen kann. (Lesen Sie hierzu auch Wie finde und woran erkenne ich einen seriösen Züchter? und unsere Informationen zum Thema Betrügerbanden).

Eine kleine Check-Liste, worauf man achten sollte:

 

Wo melde ich einen offensichtlichen (Internet-)Betrug? NEU! (04.12.2011)

Wenn Sie einem Betrüger auferlegen sind, oder einen Betrug melden wollen, sollten Sie sich an Ihre nächste Polizeiwache wenden.

Vorteilhaft ist es, wenn Sie die Adresse oder wenigstens eine (deutsche) Festnetz-Telefonnummer haben. Ansonsten wird leider die Polizei die Ermittlungen schnell einstellen müssen, da der Täter nicht ermittelt werden kann oder fern im Ausland sitzt.

Auch dies ist ein Grund, wieso Sie sich niemals ungesehen einen Hund "zuschicken" lassen sollten oder den Hund womöglich auf einem Rastplatz an der Autobahn "aus einem Kofferraum" kaufen sollten: Der Verkäufer bleibt anonym, eine evtl. angegebene Adresse ist mit großer Sicherheit falsch und so kann der Verkäufer nicht mehr ermittelt werden. Bereits überwiesenes Geld ist damit verloren.

 

Welche Unterlagen sollte ich beim Kauf mitbekommen?

Auf jeden Fall muss der Züchter Ihnen den Impfpass mitgeben und auch eine Ausfertigung des Kaufvertrages. Im Impfpass sind alle Impfungen und Untersuchungen verzeichnet, der Kaufvertrag ist Ihr Beleg, daß der Hund wirklich Ihnen gehört.
Was Sie an Unterlagen also auf jeden Fall mitbekommen sollten sind:

Falls nicht der volle Kaufpreis bezahlt wurde, ist es üblich, daß der Züchter die Ahnentafel zurück behält, bis der volle Kaufpreis bezahlt wurde. (Auf dem Kaufvertrag sollte dann die Summe der geleisteten Anzahlung vermerkt werden.)

 

Was steht üblicherweise in einem Kaufvertrag?

Beide Parteien (Züchter und Käufer) erhalten eine Ausführung von beiden Beteiligten unterzeichneten Kaufvertrag.
Im Kaufvertrag sollten folgende Punkte enthalten sein:

Lesen Sie sich genau durch was im Kaufvertrag steht. Viele Bedingungen schränken den Käufer enorm ein oder sind mit weiteren Kosten verbunden. Uns bekannte kritische Formulierungen sind z.B. Etwas weniger verpflichtend sind folgende Klauseln: Die nachfolgenden Formulierungen sind dagegen weitestgehend üblich, da die zukünftige Entwicklung eines Lebenwesens nicht vorhersehbar ist: Was aber auf keinen Fall in einem Kaufvertrag stehen sollte und die Seriösität absolut in Frage stellt sind folgende Formulierungen:

 

Informationen für den neuen Hundehalter

Darf ich einen Chihuahua-Welpen am Kopf streicheln?

Es hält sich immer noch sehr hartnäckig das Gerücht, daß man Chihuahua-Welpen nicht am Kopf streicheln darf. Angeblich aufgrund der bei den Chihuahuas zu weit offenen Fontanelle. Dies stimmt natürlich nicht. Man darf auch einen Chihuahua-Welpen am Kopf streicheln. Das die Fontanelle im Welpenalter noch etwas geöffnet ist, ist ganz normal. Die Fontanelle ist eine Spalte, an welcher der Schädel (noch) nicht zusammengewachsen ist. Dadurch ist der Schädel während der Geburt etwas "formbar". Der Kopf kann so durch den Geburtskanal nach draußen gelangen. Gäbe es diese Fontanelle nicht, wäre die Geburt nur schwer oder gar nicht möglich. Die Fontanelle wächst im Laufe der ersten Monate zu. Sollte sie dennoch ein wenig offen bleiben, ist dies bei den Chihuahuas ein zuchtausschließender Fehler. Mit solchen Tieren darf nicht gezüchtet werden. Eine leicht offene Fontanelle beeinträchtigt die Gesundheit nicht direkt. Mit sochen Tieren muß man allerdings etwas vorsichtiger umgehen. Sie sollen keine dumpfen Schlage (auch keine leichten) oder Druck auf den Kopf bekommen. Dies ist auch bei Welpen zu beachten, bei denen die Fontanelle noch geöffnet ist. Das Streicheln am Kopf stellt aber kein Problem dar.

Was füttert man wie regelmäßig dem Neuzugang?

Dem Welpen sollte immer Wasser, Trockenfutter und auch spezielles Welpen-Nassfutter zur Verfügung stehen. Welpen haben keine großen Reserven und sollten immer Futter zur Verfügung haben. (Unsere Welpen bekommen zusätzlich bis zur Abgabe auch einen speziellen Welpenbrei.)

Erwachsene Tiere bekommen ebenfalls immer Wasser und Trockenfutter zur Verfügung, hierzu 2 mal pro Tag auch Nassfutter oder alternativ gekochtes Fleisch oder Rohkost wie Pansen.
Füttern Sie Hunden sicherheitshalber kein rohes Schweinefleisch! Durch rohes Schweinefleisch kann ein Virus (siehe Aujeszkysche Krankheit) übertragen werden, der für Hunde tödlich ist. Glücklicherweise gilt Deutschland als frei von diesem Virus, aber so sind Sie auf der sicheren Seite.

Das Abkochen von Fleisch macht einiges an Arbeit, Pansen riecht zudem auch unangenehm. Fütterung von Rohkost ist nicht jedermanns Sache, so muss jeder Hundehalter für sich entscheiden, ob er den Aufwand auf sich nimmt oder lieber komplett auf das fertige Hundefutter zurückgreift.

Was ist Tasso, und wieso sollte ich meinen Hund dort anmelden?

Tasso ist ein Verein, der sich darum bemüht, entlaufene Haustiere wieder zu ihrem Frauchen und Herrchen zurück zu bringen. Sie können hier Ihr Tier kostenlos registrieren (Antrag zur Registrierung hier downloaden oder Tierarzt auf Tasso ansprechen) und dadurch die Erfolgschancen des Wiederfindens bei entlaufenen Tieren erheblich steigern.
Wir haben selber Fälle mitbekommen, bei denen ohne Tasso der entlaufene Hund vermutlich nie wieder gefunden wurde.

 

Die Erziehung

Wie bekomme ich einen Chihuahua-Welpen stubenrein? Gehen Chihuahuas wirklich auf die Katzentoilette?

Oft findet man im Internet die Aussage, daß Chihuahuas (und andere kleine Hunderassen) auch auf die Katzentoilette gehen. Komentare hierzu sind ebenso oft, der Hundehalter sollte öfter mit dem Welpen Gassi gehen oder eine Zeitung auslegen, auf welcher der Welpe dann sein Geschäft machen soll.
Regelmässiges Gassi gehen ist selbstverständlich wichtig, allerdings wird auch der aufmerksamste Hundehalter bei einem jungen Welpen nicht jedesmal mitbekommen, wenn dieser mal "muss".
Das Problem beim Zeitung auslegen wird sein, daß sich der Hund daran gewöhnt und dann später auch bei einer auf den Boden gefallenen Zeitung dies als Zeichen für das Geschäft ansieht.
Das Katzenklo ist hier besonders für Welpen eine gute Lösung, welche dem Hund leicht anzutrainieren ist. Wer hier sagt "Das ist doch nicht normal, Hunde haben nicht in ein Katzenklo zu machen!" sollte mal überlegen, ob er lieber nachts beim eigenen Toilettengang in einen Hundehaufen treten möchte, oder alternativ nachts im Stundentakt schauen will, ob der Hund Gassi gehen will.
Mit zunehmendem Alter halten die Hunde auch länger aus und werden von sich aus dann lieber ihr Geschäft draußen erledigen.
Das Katzenklo ersetzt nicht das Gassi-Gehen! Es erleichtert nur die anfängliche Erziehung der Hunde!

 

Sind ihre Welpen stubenrein?

Welpen können noch nicht lange "anhalten" und es ist Aufgabe des Besitzers, rechtzeitig zu erkennen, wenn ein Welpe mal muss. Allerdings wissen unsere Welpen schon, dass sie nicht überall ihr Geschäft erledigen sollen. Unsere Welpen sind an die Katzentoilette vorerzogen, d.h. sie kennen das Katzenklo und wissen wofür es da ist. Das bei solch jungen Wesen dennoch auch einmal etwas daneben gehen kann, sollte niemanden überraschen. Zudem bringt ein Wohnungswechsel auch einiges an Aufregung mit sich. Daher können wir nicht garantieren, daß unsere Welpen nicht doch einmal in die Wohnung machen. Wird jedoch eine Katzentoilette angeboten und der Welpe umgehend nach jeder Fütterung auf die Wiese gebracht, sollte das "große Malheur" nur noch in Ausnahmefällen passieren.

Wir möchten an dieser Stelle aber noch einmal darauf hinweisen, dass ein Katzenklo nicht das Gassi-Gehen ersetzen kann.

 

Haltung und Gesellschaft

Kann man Chihuahuas mit Katzen oder größeren Hunden halten?

In der Regel kann man sagen, daß sich Chihuahuas auch sehr gut mit großen Hunden verstehen, wenn die größeren Tiere kein Problem mit anderen Artgenossen haben und auch ansonsten eher friedlicher Natur sind. Bei Rassen mit ausgeprägtem Jagdtrieb sollte man aber vorsichtig sein. Es könnte sein, daß sie den kleinen Welpen als Beute betrachten. Kommt der Chihuahua in einem noch recht jungen Alter zu seinem größeren Mitbewohner, ist die Zussammenführung oft leicht und der kleine Welpe wird schnell akzeptiert. Dennoch sollte man immer wachsam sein und die Hunde nie unbeaufsichtigt zusammen lassen. Erst recht sollte man sich niemals auf den sogenannten Welpenschutz verlassen. Den Welpeschutz gibt es nämlich nicht in der so sehr bekannten Form. Innerhalb des bekannten Rudels genießt ein Welpe zwar den sogenannten Welpenschutz, bei fremden Artgenossen existiert dieser allerdings nicht. Es kann zwar sein, daß der fremde Hund den kleinen Artgenossen als Welpe erkennt und vorsichtiger mit ihm umgeht, dies ist aber nicht zwingend. In den meisten Fällen und bei den meisten Rassen läßt sich ein Chihuahua als Zweithund gut eingliedern, wenn man gerade in der ersten Zeit gut aupaßt und die Tiere langsam aneinander gewöhnt.

Mit Katzen besteht auch eher die Gefahr, daß die Katze den Chihuahua verletzt als anders herum. Gerade wenn der Hund vom Welpenalter die Katze als gleichberechtigten "Mitbewohner" kennengelernt hat, sollte hier vom Hund aus kein Problem mit der Vergesellschaftung bestehen. Wie bei größeren Hunden sollte man auf jeden Fall die Gewichtsunterschiede der Tiere und die daraus resultierende Verletzungsgefahr berücksichtigen.

 

Verstehen sich Chihuahuas mit (kleinen) Kindern?

Zuallererst muß hier gesagt werden, daß ein Chihuahua kein Spielzeug ist. Chihuahuas und kleinere Kinder sollten nie ohne Aufsicht alleine gelassen werden. Bei jüngeren Kindern sind die motorischen Fähigkeiten noch nicht voll ausgeprägt und es kann sehr schnell vorkommen, daß das Kind den Hund zu fest packt oder drückt. Gerade Kleinkinder haben auch noch nicht den Verstand um zu begreifen, daß sie dem Hund schaden können. Kinder wollen einfach spielen und behandeln das Tier zuerst wie ihre Stofftiere. Daher sollte man sich wirklich überlegen, ob man die Zeit hat, sich um Kind und Hund zu kümmern. Es muß auch die Möglichkeit geben, Hund und Kind trennen zu können, wenn man gerade nicht auf beide achten kann.

 

Wie lange kann ein Chihuahua alleine bleiben?

Wie jeder andere Hund auch sollten Chihuahuas nicht den ganzen Tag alleine bleiben. Als Richtwert sollte man ein ausgewachsenes Tier nicht länger als 6 Stunden alleine lassen (und dies auch nicht regelmässig, sondern als Ausnahme). Einen ganzen Arbeitstag das Tier alleine in der Wohnung lassen geht also nicht.
Bei Welpen ist es noch wichtiger, daß sie nicht stundenlang alleine sind. In den ersten ersten Wochen im neuen Heim sollte der Welpe erst recht nicht zu lange alleine bleiben, um sich gut einzuleben. In diesem Alter sollten die Welpen nicht länger als 2-3 Stunden alleine gelassen werden.

Wichtig: Lassen Sie die Tiere nie alleine mit kleinen Kindern! (Zum beiderseitigen Schutz: Kleinkinder sind noch sehr unkontrolliert in ihren Bewegungen und können ihre Kraft nicht einschätzen; ein bedrängter Hund beißt auch mal zu.)

 

Über das Anleinen vor Geschäften

Ein Hund, egal ob klein oder groß, sollte niemals vor einem Geschäft angeleint und unbeaufsichtigt gelassen werden. Erst recht kein kleiner Rassehund wie ein Chihuahua. Der Diebstahl von vor Geschäften angeleinten Rassehunden (von Klein- aber auch von Großrassen) nimmt leider immer weiter zu. Da der Chihuahua zu den beliebtesten und auch zu den teuersten Rassen gehört, ist er ein Hauptziel von Hundedieben. Außerdem lädt seine Größe zusätzlich förmlich dazu ein, ihn einfach mitzunehmen. Chihuahuas lassen sich auch ohne Ahnentafel und auch als ältere Tiere sehr gut verkaufen. Wenn ein gechipter Hund irgendwann einmal bei einem Tierarzt auftauchen sollte, besteht eine geringe Chance, seinen Hund noch einmal wieder zu sehen, aber in den meisten Fällen ist der gestohlene Rassehund nicht wieder auffindbar. Dabei sollte man Einkauf und Spaziergang möglichst trennen, damit man seinen Hund nicht vor irgendeinem Geschäft alleine lassen muß.

 

Urlaub als Hundehalter. Was muss ich beachten?

Die Tierschutz-Organisation "Vier Pfoten" hat diesbezüglich gute Informationen zusammen gesammelt. Dort sind auch die Reisebestimmungen beschrieben:

 

Verein

Warum sollte ein Hund Papiere (eine Ahnentafel) haben?

Mit Papieren ist es einfach sicherer, daß der Welpe reinrassig ist, das angegebene Alter hat, keine Erbkrankheiten hat oder nicht sogar gestohlen wurde.

 

In welchem Verein/Dachverband sind Sie? Was für Papiere haben ihre Tiere?

Wir sind dem VRZ-DHS angeschlossen, dementsprechend haben unsere Hunde einen DHS-Stammbaum.

 

Warum nicht im ...?

Wenn diese Frage gestellt wird, ist der genannte Name zumeist der VDH in Deutschland; ÖKV in Östereich, oder SKG/SCS in der Schweiz (und als internationaler Dachverband der FCI). Dieser ist durch die große Präsenz und starke Lobby der wohl meist bekannte Dachverband.
Die Satzung des FCI enthält allerdings Punkte, mit denen wir nicht konform gehen (Anspruch "der einzig wahre Verein zu sein", siehe Unterschiede zwischen den einzelnen Vereinen). Aus diesem Grund sind wir einem anderen Verband angeschlossen.

 

Sind im Verein ... nicht viele schwarze Schafe, und im Verein ... weniger?

Schwarze Schafe gibt es wohl überall, und je größer ein Verein ist, desto geringer ist die Chance, den Verein komplett "sauber" zu halten. Kleine Vereine könnten hingegen aber Eigengründungen gerade dieser "schwarzen Schafe" sein.

Die Züchter haben sehr strenge Auflagen von den meisten Vereinen, welche auch überwacht werden. Aber kein Verein kann trotz aller Auflagen und Kontrollen ganz verhindern, daß es auch schwarze Schafe gibt, selbst wenn man es gerne von sich behauptet.
Hier sollte man lieber Vertrauen in Vereine haben, in welchen offen über Vertrauensbrüche vereinzelter Mitglieder komuniziert wird, als solche, in denen alles verleugnet wird.

 

Was sind denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Vereinen/Dachverbänden?

Der deutsche VDH ist dem internationalen Dachverband FCI angeschlossen, welcher laut seiner Satzung nur ihm angeschlossene Vereine akzeptiert. Dadurch werden auch vereinsfremde Stammbücher nicht anerkannt. (siehe Geschäftsordnung der FCI, Artikel 8.2) Hunde mit anderem Stammbaum gelten dort also wie Hunde ohne Papiere.

Die meisten anderen Vereine/Dachverbände wie auch VRZ-DHS jedoch sind liberaler und akzeptieren die Papiere und Stammbäume anderer neben ihnen bestehender Vereine.

Hierdurch dürfen Hunde aus anderen Vereinen nicht auf Ausstellungen des VDH vorgeführt werden, außer sie wurden beim VDH registriert (siehe Was passiert bei der Umschreibung von Papieren?).

 

Muss ich die Ahnentafel/Papiere umschreiben lassen? Was passiert dabei? Was sind Registerpapiere?

Um im VDH mit einem fremden Hund zu züchten oder dort auf Ausstellungen zu gehen, muss das Tier auf den FCI umgetragen werden und erhält sogenannte Registerpapiere (d.h. der Hund ist offiziell registriert, hat aber keine Ahnentafel).
Dies geschieht offiziell um die Rassestandards zu gewährleisten. Dabei werden bei einem Umschreiben die Vorfahren der Tiere sowie der Zwingername aus den Papieren entfernt. Hierbei wird also nicht nur jeder Bezug zum (nicht-VDH) Züchter des Hundes entfernt, sondern auch die Ahnenforschung/(In-)Zuchtkontrolle erschwert, was ja eigentlich das Ziel dieses Umtragens sein soll.
Vollwertige Papiere (mit allen Ahnen) erhält man erst wieder nach der dritten Generation. Danach wären Ahnen aus fremden Verbänden ohnehin von der Ahnentafel verschwunden.
In anderen Vereinen können auf ähnliche Weise Hunde ohne Papiere/Ahnentafel offiziell zur Zucht zugelassen werden, nachdem sie von einem Zuchtrichter als reinrassige Vertreter ihrer Rasse beurteilt wurden.

 

Kann ich mit meinem Hund dennoch auf Ausstellungen, ohne die Papiere umschreiben zu lassen?

Ja, aber nicht auf vom VDH/FCI organisierte Veranstaltungen.
Viele liberale Vereine veranstalten Ausstellungen, zu denen auch Hunde mit vereinsfremden Stammbüchern willkommen sind. Da die meisten liberalen Vereine sich gegenseitig anerkennen, ist die Auswahl an Ausstellungen und Örtlichkeiten vielleicht sogar größer als bei jenen vom VDH ausgerichteten Ausstellungen.

 

Welche Auflagen stellen Vereine üblicherweise den Züchtern?

Hier beispielhaft einige Auflagen, welche der VRZ an seine Züchter stellt:

Alle diese Auflagen dienen in erster Linie dazu, die in der Zucht befindlichen Tiere zu schützen.

 

Ausstellungen

Was ist eine Hundeausstellung? Was passiert da?

Auf einer Hundeausstellung werden die Tiere von entsprechenden Richtern nach ihrem Rassestandard bewertet.
Züchter können sich hier ihre Tiere zudem als zuchttauglich schreiben lassen.
Zudem ist es eine gute Gelegenheit für werdende Hundehalter, sich eine Übersicht über die existierenden Rassen zu verschaffen und mit anderen Hundehaltern und auch Züchtern in Kontakt zu kommen.

 

Kann ich mit meinem Hund auch auf Hundeausstellungen gehen? Was ist nötig?

Jeder der Spass an seinem Hund hat, kann auf eine Ausstellung gehen. Auf vielen Ausstellungen sind sogar Hunde ohne Papiere und Mischlinge in einer eigenen Klasse zugelassen.
Gültige Impfungen sind auf jeden Fall notwenig. Oft wird noch verlangt, dass die Tollwutimpfung maximal ein Jahr alt ist, obwohl es mittlerweile Impfstoffe gibt, die einen längeren Impfschutz bieten. Für genauere Informationen informieren Sie sich beim Ausstellungs-Veranstalter.

 

Muss ich mit meinem Hund auf Ausstellungen gehen?

Nein.
Wir haben allerdings schon gehört, daß Züchter sogar im Kaufvertrag festhalten, daß der Käufer mit dem Tier auf Ausstellungen gehen muss. Die Entscheidung auf Ausstellungen zu gehen oder nicht sollte unserer Meinung jedoch allein der Hundehalter treffen. Nur dieser kennt seinen Zögling auch gut genug um zu wissen, ob für das Tier die Aufregung auf einer Ausstellung nicht zu viel Stress bedeutet.

 

Wo finde ich Termine von Ausstellungen?

Hier eine Liste von Vereinen, welche Ausstellungen in Deutschland organisieren und Papiere der meisten anderen Vereine akzeptieren (alphabetisch, ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

 

Was muss ich auf eine Hundeausstellung mitnehmen?

 

Deckrüden

Ich habe einen tollen Chihuahua-Rüden, wollen Sie diesen als Deckrüden einsetzen?

Wir bekommen regelmäßig Angebote, einen Rüden zum Decken einzusetzen.
Bevor Sie sich jedoch überhaupt bei uns melden, sollte der Rüde folgende Voraussetzungen erfüllen (die auch wir an unsere Zuchtrüden stellen):

Allerdings setzen wir selten fremde Rüden ein, und diese wählen wir auch sehr kritisch aus. Die Chance, dass wir einen vorgestellten Rüden zum Decken einsetzen, ist also äußerst gering.

Wir würden gerne mit einer Hündin zum Decken kommen. Welche Rüden stellen Sie als Deckrüden zur Verfügung?

Wir wollen unsere Rüden nicht überlasten und setzen sie natürlich bevorzugt zum Decken unserer eigenen Damen ein.
Aus diesem Grund stehen unsere Rüden auch generell nicht für fremden Damenbesuch zur Verfügung

 

Diese Fragen-und-Antworten-Liste

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