Aktualisiert am: 09.08.2020
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Wer hier schreibt

Na ich! Familienvater, Hausbewohner, Ernährer eines 13jährigen Mitessers, Informatiker. Das sind für hier vermutlich die wichtigen Infos. Ich bin also technisch etwas vorbelastet, bin aber definitiv nicht der Bastler vor dem Herrn, bevorzuge also möglichst "fertige" Lösungen die nur noch zusammengesteckt werden wollen. Den Lötkolben habe ich das letzte Mal vor über 20 Jahren geschwungen.

Worum es hier geht...

Hier will ich Euch vorstellen, wie ich unser Heim mit SmartHome Technologie auf Basis von Amazons Alexa verdrahtet habe und es jetzt sprachgesteuert ist (mittlerweile seit Weihnachten 2017). Vielleicht inspiriert es Euch dazu, es ähnlich zu machen. Oder es hält Euch davon ab. Zumindest könnt Ihr dann mitreden. Nehmt es als eine Art Erfahrungsbericht zum Thema Alexa, SmartHome und ZigBee.
Anfangs nur eine Spielerei, aber je länger man damit lebt, desto mehr findet man es auch wirklich nützlich. Durch Bewegungsmelder gesteuerte Lampen und Zeitschaltuhren gibt es ja schon lange. Die Verknüpfung allerdings auch mit sprachgesteuerten Einheiten ist relativ neu.
Dies soll Euch einen Einblick geben was wir mittlerweile angestellt haben, also was auf jeden Fall möglich ist und was wir vielleicht noch machen wollen.

SmartHome - was ist das überhaupt?

Unter SmartHome versteht man die Technisierung des Wohnbereiches, um die Wohnqualität zu verbessern. Dies kann Energieeffizienz der Heizkörper oder Automatisierung der Beleuchtung sein. Genau genommen zählt also schon eine Zeitschaltuhr für die Beleuchtung oder auch ein durch Bewegungssensor gesteuertes Licht dazu, auch wenn es diese Dinge schon recht lange gibt. Hier ist fast alles möglich, der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.
Die Sprachsteuerung ist recht neu, mittlerweile gibt es aber einige Systeme auf dem Markt. Hierbei handelt es sich in der Regel um kleine Lautsprecher/Mikrofon-Kombinationen, welche einen kleinen Prozessor enthalten. Dieser analysiert permanent ob das "Wake-Up"-Wort gesagt wurde, um dann den Sprachbefehl an den Server zur Auswertung zu senden. Die Antwort kommt dann entsprechend gesendet vom Server. Dies kann das Vorlesen der Nachrichten, des Wetterberichts, das Abspielen eines Radioprogramms oder auch ein individualisiertes Musikprogramm (z.B. Spotify,
Amazon Music), oder aber auch das Schalten diverser Hauskomponenten (zumeist Lichter, aber auch Heizungsthermostate etc.) sein.
Vor der Anschaffung wünschten wir uns auch eine Art Haustelefon. Alexa erfüllt dieses Feature durch sogenannte "Drop In's", einfach z.B. "Alexa, Drop In Spielzimmer" sagen und die Verbindung zum Spielzimmer wird aufgebaut. "Alexa, Stop!" beendet das Gespräch. Das waren bei uns die Argumente, wieso wir uns die ersten Geräte angeschafft haben.

Warum das Ganze?

Wenn ich gefragt werde, warum man denn sprachgesteuerte Steuerung der Lichter und Lampen braucht, könnte man antworten: Wenn Du mit vollen Händen vom Einkauf im Dunkeln nach hause kommst und nach dem Lichtschalter tastest statt zu sagen "Alexa, Licht an!" ist das einleuchtend, aber noch lange nicht der Killer. Stellt Euch vor, Ihr liegt bequem auf der Couch. Das Licht ist aus um schön den Filmabend zu geniessen. Ihr seid in der Decke eingemummelt, habt es Euch richtig bequem gemacht, aber der Ton ist ein Quentchen zu leise. Also tastet man nach der Fernbedienung. - Klock! - Ist die Fernbedienung jetzt wirklich von der Couch gerutscht? Muss ich jetzt vorgebeugt - den Hintern in die Luft streckend - unter der Couch nach der Fernbedienung tasten? Oder gar aufstehen um das Licht anzuschalten? Nein, ich sage "Alexa, Licht an!", greife mir die im hellen Licht gut sichtbare Fernbedienung, "Alexa, Licht aus!" und weiter geht das Filmvergnügen! DAS ist SmartHome-Luxus!
Das unser System natürlich auch noch doppelt Strom spart (die Birnen alleine verbrauchen schon deutlich weniger Strom als unsere alten Stromspar-Lampen und sind gedimmt, und durch clevere Schaltung sind diese weniger oft an bzw. schalten sich selber aus) hilft auch noch, richtig Geld zu sparen. Unsere Leuchtstoffröhren haben wir ebenfalls angefangen, durch LED Röhren zu ersetzen. Diese verbrauchen etwa nur halb soviel Strom bei vergleichbarer Lichtleistung. Ganz schön clever, oh, smart, was?

Wie funktioniert das?

Generell laufen Sprachassistenten die ganze Zeit auf "mithören". Ein kleiner Computer analysiert, ob das Wake-Up-Wort gesagt wurde. Wenn ja, wird das Gesprochene bis zum Ende (z.B. an der Sprechpause erkannt) an den Server (bei Alexa an den Amazon-Server) geschickt. Dort wird das Gesprochene analysiert und die richtige Reaktion berechnet. Meistens ist die richtige Reaktion eine Tonausgabe, welche dann an den Sprachassistenten (welches nicht unbedingt das angesprochene Gerät sein muss) geschickt wird und dort über den Lautsprecher ausgegeben wird. Soll eine Lampe geschaltet werden, wird der entsprechende Befehl entweder an den Hub (was ein spezieller Sprachassistent, bei Alexa z.B. Echo Plus oder ein dedizierter HUB im Haushalt sein kann), oder bei WLAN Geräten an einen anderen Server gesendet. Dadurch kann auch ein einfaches Echo-Gerät z.B. eine Lampe im System schalten, obwohl z.B. der ZigBee-Hub nicht in diesem Gerät enthalten ist.

Und die Sicherheit?

Damit ist dann meist gemeint, ob ich keine Angst habe, abgehört zu werden. Ganz ehrlich, wer so verrückt ist und Millionen Alexas abhorchen will, um dann mein Gefasel zu hören, muss ziemlich gestört sein. Aber ich will mich nicht auf solche Sachen verlassen. Also setzen wir das System gegen sich selber ein. Alle Alexas sind bei uns mit einer steuerbaren Steckdose vorgeschaltet, welche in der Gruppe "Spione" zusammengefasst sind. Ein kurzes "Alexa, Spione aus!" schaltet alle diese Steckdosen und damit die Sprach-Geräte aus: Voila, Privatsphäre gesichert. Doof nur, dass man zum Einschalten aufstehen muss... (Denkt Ihr! Dafür haben wir die Alexa-App, ha-ha!) Dadurch ist effektiv der Preis jedes Assistenten um den Preis einer schaltbaren Steckdose (je nach Model ca. 10-15€) teurer geworden, aber wenn schon Spielerei, dann richtig.
Zudem haben wir herausgefunden, dass teilweise sogar durch das geschlossene Fenster Sprachbefehle erkannt werden. Ziemlich blöde, wenn wir gerade ausser Haus sind und der witzige Nachbar mit unserem Haus Lichtorgel spielen kann. Durch Ausschalten der Geräte geht dies dann nicht mehr. Dies ist auch der Grund, wieso ich immer auf sprachgesteuerte Türöffner-Systeme verzichten würde, so praktisch es auch sein mag. Ein Traum für jeden Einbrecher, wenn statt Dietrich nur der durchs geschlossene Fenster gebrüllte Befehl "Tür auf!" nötig ist.
Eine Routine startet bei uns den "Keiner da"-Modus und schaltet damit alles aus. Eine weitere Routine schaltet alles wieder in der richtigen Reihenfolge ein. (Weil wir auch die ZigBee-Zentrale ausschalten, muss diese erst eingeschaltet werden, sie reagiert dann aber erst ca. eine Minute später nachdem das Gerät sich wieder mit dem WLAN verbunden hat. Das wird mit einem Warte-Befehl in der Routine realisiert.)
Wer technisch versiert ist und sicher gehen will, kann die gesendeten Internet-Pakete analysieren. Dies wurde von einigen Anwendern bereits gemacht und sie haben herausgefunden, dass Alexa wirklich nur Daten sendet, wenn das WakeUp-Wort erkannt wurde. Tatsächlich überzeugt mich dieser Umstand wenig, könnte schon morgen ein Update auf das Gerät gespielt werden und dann sendet es doch dauerhaft... (siehe auch Datenschutz)

Was kostet der Spass?

Zugegeben, billig ist das Ganze nicht. Wir haben mittlerweile sicher über 1000€ verbaut, wobei das Teuerste wohl die etlichen Sprachgeräte sind (wir haben bei uns im Haus insgesamt 9 Geräte verbaut, teilweise sogar mit Bildschirm). Glühbirnen für das System sind ebenfalls ca. viermal so teuer wie "normale" Energiesparlampen, unsere halten aber aus welchen Gründen auch immer deutlich länger, wodurch ich das Gefühl habe dies ist eine Null-Nummer, oder wir sparen hier sogar auf Dauer beim Birnen-Kauf (besser gesagt Nicht-Kauf; statt dass auch die Energiespar-Lampen im Wohnzimmer wie früher regelmässig nach 2-3 Monaten durchbrennen, halten jetzt die LED-ZigBee-Lampen bereits seit über 2 Jahren). Ich vermute es liegt an der geringeren Wärmeentwicklung.
Zum Ausprobieren und Rumspielen reicht im Prinzip nur eine WLAN-Lampe oder eine schaltbare WLAN-Steckdose (beides je ca. 10€) und ein SmartPhone für die Spracheingabe (Alexa-App auf dem SmartPhone installieren). Damit bekommt man schon ein gutes Gefühl, wie das Ganze wachsen kann. Allerdings Vorsicht! Das Zeug macht süchtig.

Das brauche ich auch!

Ok, Ihr wollt also auch ein sprachgesteuertes SmartHome... Erst mal langsam, sonst wird es teurer als nötig!
Zunächst muss man erwähnen, dass es natürlich unterschiedliche Systeme gibt und man sich schon für eines entscheiden sollte, um nicht in totalem Chaos zu enden. Sicher kann man z.B. einen HUE-Hub einsetzen und diese von unterschiedlichen Sprachassistenten ansteuern, das empfinde ich aber als unnötiges Durcheinander. Alleine die Vorstellung sich merken zu müssen, in welchem Raum welches WakeUp-Wort benutzt werden muss ist mir ein Graus.

Google ("Ok Google"), Apple ("Hey Siri") oder Amazon ("Alexa")

dies sind wohl die führenden Systeme von Sprachassistenten. Wir haben nur Erfahrung mit Alexa von Amazon gemacht. Google hat meines Wissens kein Gerät im Sortiment, welches als ZigBee-Schaltzentrale dienen kann, so das man hier direkt ein Zweitsystem anbinden muss. Auch hört man dass die Spracherkennung von Amazon führend ist (Und mein Google-Smartphone triggert viel zu oft fälschlich die Spracheingabe, was die schlechtere Spracherkennung bestätigen könnte). Siri läuft soweit ich das sehe nur als Software auf Apple-Geräten, ich habe gar keine separaten Sprachassistenten gefunden (ich habe aber auch nicht wirklich gesucht). Zudem hatten wir bereits einige Angebote aus der Amazon-Familie gebucht (insbesondere Audible und
Prime), und diese wollten wir gerne einbinden. Entsprechend war für uns die Entscheidung einfach und wir tauften unseren Haussklaven "Alexa".

Triggert das System nicht oft falsch?

Wie erwähnt haben wir nur Erfahrung mit Alexa Sprachassistenten. Google kenne ich von meinem SmartPhone und ärgere mich hier ziemlich oft, weil der Assistent anspringt da ich angeblich "Hey, Google!" gesagt habe. Dabei reden wir gerade über das Wetter, keiner sagt "Hey" und "Google" war auch nicht das Thema.
Die Alexa-Geräte überraschen mich hingegen sehr, selbst wenn im Fernsehen über Alexa geredet wird, reagiert das System entweder gar nicht oder schaltet sich schnell wieder in StandBy. Ansonsten haben wir auch fast nie Fehlerkennungen, und durch den blauen Ring und den Signalton bemerkt man eigentlich recht einfach, wenn das Gerät sich angesprochen fühlt und auf einen Sprachbefehl wartet.

Ok, dann einmal Alexa, bitte!

Hat man sich für Alexa entschieden, sollte man überlegen was man braucht (welcher Raum braucht wieviele Birnen/Stecker und welchen/wieviele Lautsprecher) und dann auf Angebote warten. Die
Dots der dritten Generation (vermutlich das Gerät welches man am häufigsten einsetzen wird und bei dem man am einfachsten sparen kann) sind oft für 45€ oder sogar noch günstiger zu haben (der beste Preis war meines Wissens 20€ statt 60€, dieses Angebot gab es bisher aber nur bei der Einführung der 3ten Generation). Hier kann man also einiges Geld sparen wenn nicht zu hektisch gekauft wird. Auch die ZigBee-Birnen haben teilweise Angebote von bis zu 50% (die günstigsten liegen preislich bei 8-12€). Die von uns genutzten schaltbaren ZigBee-Steckdosen kosten bei Amazon zwischen 12-20€, je nach Angebot. WLAN-Lampen sind kaum günstiger (ca. 10€, diese allerdings in bunt), WLAN-Steckdosen sind ebenfalls um 10€ zu haben.

Ich will nicht "Alexa" sagen

Augenblicklich kann man bei den Echos 4 WakeUp-Worte konfigurieren: das klassische "Alexa", für StarTrek-Fans "Computer", oder "Echo" oder "Amazon". Ein frei wählbares Wort funktioniert nicht. Das Wort lässt sich pro Sprachgerät unterschiedlich einstellen, so dass auch bei 2 Geräten in einem Raum konkret eines angesprochen werden kann, wenn unterschiedliche Aktivierungsworte eingestellt wurden. Ich finde es allerdings praktisch, einfach "Alexa" zu sagen und das System entscheidet von sich aus, welches Gerät das nächstgelegene ist und von diesem wird dann geantwortet. Alternativ kann auch für eine Gruppe ein bevorzugter Lautsprecher eingerichtet werden. Statt dann von dem angesprochenen Gerät zu antworten, kommt die Antwort vom bevorzugten Lautsprecher (oder auch Lautsprechergruppe bzw. Stereopaar).

ZigBee? Z-Wave? Was ist das?

ZigBee und Z-Wave sind zwei Funk-Standards, welche in der Hausautomation eingesetzt werden. Ob man eines als besser bezeichnen kann, möchte und kann ich gar nicht beurteilen. Wir haben schliesslich kein Z-Wave im Einsatz zum Vergleich. Allerdings scheint ZigBee verbreiteter zu sein, zumindest in den Systemen für die Sprachassistenten. Alexa jedenfalls kann mit den richtigen Geräten (z.B. Echo Plus, Echo Show) ZigBee direkt unterstützen und man kann Geräte mit diesem Standard also direkt ansteuern. Z-Wave versteht Alexa nicht direkt, hier müsste ein entsprechender Hub benutzt werden.

Was sollte ich also nutzen? ZigBee oder WLAN-Komponenten?

Das sollte sicher jeder für sich entscheiden. ZigBee kann mit entsprechendem Sprachassistenten wie erwähnt direkt von Alexa unterstützt werden. WLAN Geräte können in Alexa mit sogenannten Skills eingebunden werden. Die WLAN-Geräte kommunizieren dabei mit ihrem Server, und per Skill wird von der Alexa-Welt eine Brücke zu dem Server errichtet.
Wir haben zumeist ZigBee-Komponenten verbaut. Zum einfach mal Ausprobieren wäre eine kleine WLAN-Lösung sicher kostengünstiger als ein vergleichbares System mit ZigBee-Komponenten. Zwar kosten die ZigBee-Komponenten (insbesondere die Birnen) mittlerweile kaum noch mehr als WLAN-Geräte, allerdings muss ja auch eine Zentrale vorhanden sein, und dafür sollte man ca. 50€ veranschlagen. Bei den WLAN-Lösungen müssen aber diverse Konten verknüpft werden, was nicht unbedingt mein Wunsch war. (Ich will nicht am Ende Dutzende Konten haben welche ich dann verknüpfen muss)
Mit WLAN Komponenten das System ausprobieren und später ZigBee-Komponenten dazukaufen und kombinieren könnte man auch. Man muss also nichts bestehendes neu kaufen, wenn man von WLAN auf ZigBee umsteigen will. Das Bestehende kann einfach erweitert werden und man nutzt ZigBee und WLAN-Komponenten parallel.
ZigBee-Komponenten bieten noch einen Vorteil: Sie spannen ein eigenes ZigBee-Mesh-Netz auf. Soll heissen jedes eingesetzte Gerät dient auch gleichzeitig als "Verlängerungskabel" für das Netzwerk. In unserem Aufbau sicher hilfreich, da zwischen der Zentrale und dem weitest entfernten Gerät 30-40 Meter liegen. Ein WLAN System könnte hier schon Probleme bekommen. Da bei uns alle paar Meter ein ZigBee-Gerät ist, wird das Signal einfach entlang dieser Kette gesendet. Theoretisch könnte so eine Kette über hundert Meter überbrücken.
Andererseits hatten wir auch schon einmal den Fall, dass die ZigBee-Steuerung nicht mehr funktionierte, weil vermutlich die Amazon-Server für rund 2 Stunden die ZigBee-Ansteuerung nicht richtig verarbeiten konnten. (Andere Anwender hatten zu der Zeit das gleiche Problem, daher ist ein Ausfall des Systems wahrscheinlich.) Die WLAN-Steckdose funktionierte aber noch. Das war der Moment wo ich gerne in jeder Lampen-Gruppe wenigstens eine WLAN-Lampe gehabt hätte, so dass man nicht ganz im Dunkeln sitzt... Dies war aber wie erwähnt nur einmal für rund 2 Stunden in über 2 Jahren der Fall. In diesem Augenblick sicher unbequem, aber die Zeit steht man auch durch. Zur Not lassen sich die Lampen ja auch noch per Schalter steuern, wenn man noch weiss wo diese sind.

ZigBee-Zentrale und Komponenten

Mittlerweile gibt es mehrere Geräte in der Alexa-Familie, welche als ZigBee-Steuer-Zentrale dienen: z.B. Echo Show, Echo Plus oder Echo Studio. Ist ein solches Gerät vorhanden, können an diesem Gerät angemeldete ZigBee-Komponenten auch über die anderen Echos gesteuert werden. Alternativ kann auch z.B. eine Philips Hue-Zentrale genutzt werden, aber darauf haben wir ja bewusst verzichtet.
Welches dieser Geräte eingesetzt wird, hängt davon ab was man braucht. Sind z.B. auch Kameras verknüpft, macht ein Show Sinn, auch wenn man diesen als kleinen Fernseher einsetzen will (besonders für Amazon Prime Video geeignet). Ansonsten würde ich einen Echo Plus empfehlen, wenn man nicht die Tonqualitäten des Studios geniessen will. (Soweit ich aber verstanden habe muss man Amazon Music mit 3D Sound zusätzlich buchen, um den Sound dieses Gerätes komplett zu geniessen. Wir haben noch keinen Echo Studio im Einsatz hören können). Augenblicklich ist der Preis vom Echo Plus auch noch so gefallen, dass man dafür keinen Sprachassistenten mit HUE-Hub bekommt. Also wenn ZigBee, dann ist dies auf jeden Fall eine Überlegung!
Hat man ein ZigBee-System, werden neue Geräte recht einfach gefunden (Hilfe: Komponenten anlernen). Birnen und Stecker werden üblicherweise im "Kopplungs-Modus" ausgeliefert. Man muss diese nur anschliessen, einschalten und "Alexa, finde neue Geräte!" sagen. Eventuell nach dem Kommando das neue Gerät noch einmal aus- und einschalten wenn es Schwierigkeiten gab. Dann findet das System recht zuverlässig die neue Komponente und zeigt dies in der App an, so dass man diese z.B. umbenennen und Gruppen zuordnen kann.
Sollte es einmal Probleme geben, werden Geräte üblicherweise durch mehrfaches aus- und einschalten in den Kopplungsmodus gebracht (Auflistung siehe hier) und können dann von der Zentrale neu gesucht werden.

Wieviele Komponenten verkraftet das System?

Das weiss ich tatsächlich gar nicht. Irgendwo bei einem Hue-System meine ich etwas von 50 gelesen zu haben ( z.B.: HUE Lampen-Limit). Diese Beschränkung liegt aber wohl an der Programmierung/Hardware dieses Systems und nicht am ZigBee Standard. Wir haben mittlerweile über 40 ZigBee-Komponenten angeschlossen. Die 50er Grenze rückt also näher. In der ZigBee-Spezifikation habe ich allerdings etwas von 240 Endpunkten gelesen. Das würde noch reichlich Luft nach oben geben. Wenn bei Amazon nicht irgendwo eine Grenze eingebaut ist... Wenn wir an einer Grenze angelangt sind, werde ich dies hier schreiben. Zur Not müssen wir dann mit WLAN-Komponenten kombinieren, das müsste funktionieren. Alternativ vermute ich kann man auch einen zweiten Controller anschliessen und weitere Komponenten über das zweite Gerät anlernen. In der App sieht man über welchen Controller ein Gerät angeschlossen ist, das verstärkt meine Vermutung dass mehrere Controller funktionieren müssten. Mehrere HUE-Zentralen gehen ja auch wohl.

WLAN Lampen und Stecker

Alternativ zu ZigBee Komponenten kann man auch WLAN-Geräte einsetzen:

Stecker mit USB-Anschluss und farbige E27 Lampen


Das Verknüpfen von WLAN-Komponenten ist ein wenig komplizierter. Diese werden zunächst laut Anleitung angeschlossen und im WLAN angemeldet. Danach muss noch ein sogenannter Skill zu Alexa hinzugefügt und das Konto verknüpft werden. Dieses Verknüpfen muss (pro Konto) natürlich nur einmal geschehen. Sicherheitshalber sollte vor Anschaffung kontrolliert werden, ob für diese Lampen ein Alexa-Skill existiert. Üblicherweise ist dies aber kein Problem. Bei Amazon sind diese Geräte auch meist mit "works with Alexa" gekennzeichnet.

Welche Lautsprecher?

Natürlich hägt es davon ab, wie groß der Raum ist, wie oft man dort ist und was man zu tun hat... In einem kleinen Bad würde ich keinen Echo Studio aufstellen. Im großen Wohnzimmer keinen Echo Flex.
Einen Echo Flex würde ich tatsächlich gar nicht einsetzen, ausser ich bräuchte einen handlich-tragbaren Alexa-Stecker. Dazu sind die Dots zu oft im Angebot und kosten dann nicht viel mehr. Amazon schreibt selber zu diesen Geräten "nicht für die Musikwiedergabe optimiert". Da ich aber oft gerne wenigstens Musik hören möchte, ist dann ein Dot der neuen Generation vollwertiger bei wenig Aufpreis mit dem richtigen Angebot.
Im Wohnzimmer (üblicherweise ein etwas größerer Raum in dem vermutlich am häufigsten Musik gehört wird) kann es ruhig ein etwas größeres Model (Echo oder Echo Plus wenn dieser als ZigBee-Zentrale dienen soll) sein, oder zwei gekoppelte Dots, oder sogar 2 gekoppelte Echos (so haben wir es gemacht).
Zwei Echo Plus würde ich nicht koppeln, dann lieber einen Echo Plus als Zentrale kaufen und zwei Echos koppeln. Das ist nicht viel teurer aber man hat zu dem gekoppelten Paar einen weiteren größeren Echo (den Plus), welchen man in einem größeren Raum gut verwenden kann.
Ansonsten ist man meiner Meinung nach fast überall sonst mit einem neueren Dot (3te Gen.) recht gut aufgestellt. Hier ist das Preis-/Leitungsverhältnis unserer Meinung nach unschlagbar, da wie bereits erwähnt auch recht oft Angebote existieren.

Die (bei uns) eingesetzte Technologie

In der Regel bin ich ein Minimalist, soll heissen ich versuche die Lösung möglichst einfach, mit wenig zusätzlichen Komponenten zu erreichen. Lieber etwas weniger Funktion als noch eine Komponente (Ausser die zusätzliche Funktion ist so hype das ich nicht darauf verzichten will). Darum habe ich auch keine zusätzliche extra ZigBee-Zentrale (wie z.B.
Phillips Hue-System) verbaut, sondern bewusst nur auf Amazon-Lösungen gesetzt. (Obwohl eine Hue-Zentrale originalverschweisst bei uns liegt). Mittlerweile denke ich auch hätten wir auf ZigBee verzichten können und WLAN-Birnen verbauen können. Das hätte sogar ein paar Euro gespart, da die ZigBee-Birnen üblicherweise doch etwas teurer sind. Andererseits muss bei den WLAN-Lampen pro Hersteller nach meinem Wissen ein Konto angelegt werden und dieses verknüpft werden, was ich eigentlich auch nicht mag.
Aktuell haben wir folgendes "verbaut" (Bilder sind Affiliate-Links zu Amazon mit weiteren Infos):

Und an weiteren Gadgets verwenden wir:


Und um fast überall echtes kabelgebundenes LAN-Netz zu haben, haben wir Power-LAN (LAN über Steckdose statt Kabel ziehen):

LED Röhren helfen Strom sparen

und weil das Klingelkabel kaputt ist

Und dann?

Den Komponenten kann man in der Alexa-App Namen zuordnen oder in Gruppen ordnen. Nun kann man die Komponenten namentlich ein- und ausschalten, oder auch die ganze Gruppe steuern, z.B. "Wohnzimmer an". Komponenten können in mehrere Gruppen hinzugefügt werden. Soll ein Licht auf verschiedene Namen hören, kann dieses auch in mehrere entsprechend benannte Gruppen hinzugefügt werden.
Ist ein Echo mit in der Gruppe, können die Lampen dieser Gruppe auch mit "Licht an" über diesen Echo gesteuert werden (Echo Geräte können nur einer Gruppe zugewiesen werden). Wir haben in vielen Räumen ein Echo-Gerät stehen und so kann man in vielen Räumen "Licht an" sagen und die Beleuchtung des Raumes reagiert entsprechend.
Angeschlossene Überwachungskameras können auf videofähigen Alexa-Geräten (auch auf dem Fernseher mit FireStick) z.B. mit "Alexa, zeige Haustür" auf das Display gebracht werden.

Und bei Internet-Ausfall?

Tja, dann funktioniert die Spracherkennung nicht mehr und man kann die Lampen und anderes nicht mehr per Sprache steuern. Und die ZigBee-Zentrale funktioniert auch nicht mehr. Dafür hat man ja noch die ursprünglichen Schalter (die Steinzeit ist wieder da!). Beim Einschalten gehen die Lampen auf 100% an, wird der Strom ausgeschaltet gehen sie natürlich auch wieder aus.
Natürlich funktioniert auch kein Radio, Video, Wetterbericht oder sonst eine Funktion. Die Sprachassistenten sind genau genommen nur Internet-Lautsprecher. Ohne Internet nix zum Lautsprechen. Hin und wieder sind auch die Amazon-Server down. Dann geht auch nichts mehr. Erfahrungsgemäss passiert dies immer kurz nach Weihnachten, wenn die unzähligen verschenkten Echos unerwartet auch benutzt werden. (Tatsächlich beide Weihnachten 2018 und 2019 passiert. Zwar nur kurz, aber man merkte es.)

Und bei Strom-Ausfall?

Wir hatten Ostern 2020 einen ca. 30 Minütigen Stromausfall. Interessant fand ich hierbei, dass die Glühbirnen nicht wie erwartet alle angingen, als der Strom wieder da war. Blöde war allerdings, dass 3 von 11 unserer Steckdosen neu angelernt werden wollten. Alexa konnte die Geräte nicht mehr schalten. Die Routinen mussten wir glücklicherweise nicht neu programmieren. Nachdem die Geräte neu angelernt wurden, erkennt Alexa anscheinend dass es ein altbekanntes Gerät ist und stellt die Verknüpfung mit dem alten Gerätenamen wieder her. Also nicht das Gerät aus dem System löschen, sondern einfach neu anlernen (Gerät zuvor in den Kopplungsmodus versetzen).

Und sonst so?

Mittlerweile sind wir richtige Amazon-Fanboys. Amazon-Prime haben wir sowieso schon genutzt (für unsere Bestellungen). Das hiermit auch zusätzlich Zugriff auf einiges der Amazon Online-Musik (2 Mio Tracks) und etliche Filme für den TV-Stick möglich ist, war für uns zunächst nur ein netter Nebeneffekt. Jetzt haben wir Amazon Music (50 Mio Songs) zusätzlich gebucht, und unser Sohn nutzt dies um z.B. die drei Fragezeichen und andere Hörspiele zu hören. Bei einem Krankenhausaufenthalt hat das Fire-Tablet gute Dienste geleistet, da hier die Musik und Filme aus den Amazon-Bibliotheken sehr leicht auch für die offline Nutzung heruntergeladen werden kann. So musste sich nicht mit dem Zimmernachbarn auf ein gemeinsames Fernsehprogramm geeinigt werden und trotz mangelndem WLAN-Zugang konnte Musik und Filme genossen werden. Ohrstöpsel rein und gut ist. Soll der Bettnachbar sein Musikantenstadl schauen...


Fehlersuche

Echo einrichten

Bei der Einrichtung per App bin ich Weihnachten 2017 auf Probleme gestossen... Alexa liess sich nicht mit dem WLAN verknüpfen. Ich habe es rund 2 Stunden versucht. Letztlich habe ich das Gerät mit dem PC auf der
Alexa-Webseite eingerichtet, das hat dann sofort funktioniert.
Mitte 2020 habe ich von anderen Anwendern gelesen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

ZigBee

Wenn mal etwas nicht geht, erst einmal ein-zwei Minuten später erneut versuchen. Das häufigste Problem ist ein "Funkloch", wenn einfach Befehle an eine Komponente nicht dort ankommen. Zwar wird in einem ZigBee Netzwerk der Befehl "zwischengespeichert", aber nach einiger Zeit geht der Befehl dann doch verloren.
Als nächste Fehlerbehebung hilft oft die Komponente kurz vom Strom zu nehmen. D.h. Lichtschalter aus und wieder ein, oder eine Steckdose kurz herausziehen und wieder einstecken. Schon öfter haben bei uns Geräte (besonders Lampen) nicht mehr reagiert, nach einem Aus- und Einschalten funktionierten diese dann aber meist wieder.
Klappt es dann noch immer nicht, werden bei uns keine Kompromisse mehr gemacht: wir bringen die zickende Komponente wieder in den Kopplungsmodus (siehe Resettabelle) und lernen sie neu an ("Alexa, suche neue Geräte"). Das Gerät ist ja schon im System bekannt, Alexa quitiert die Suche also mit "Keine neuen Geräte gefunden", aber danach funktionierte es bisher bei uns immer wieder. Da dies recht schnell geht (ausser man muss die Birne ausbauen, siehe in der Reset-Tabelle) haben wir bei Problemchen bisher gar nichts anderes versucht. Warum auch, scheint dies die Universalllösung zu sein die in 1-2 Minuten erledigt ist.
Bisher reagierten nur die Birnen und der Bewegungssensor Marke OSRAM nicht mehr so wie sie sollten, die Steckdosen arbeiten durchgehend zuverlässig (ausser nach dem Stromausfall 2020). In der Alexa-App steht dann "Gerät reagiert nicht". Hier aber nicht sofort aufspringen wenn dieser Text zu lesen ist, das kann auch ein normales Funkloch gewesen sein. Oder die Frau hat den schaltbaren Stecker aus der Dose gezogen oder die Lampe per Schalter ausgeschaltet. Meistens fängt sich das System nach ein paar Minuten wieder. Leider habe ich bisher nicht darauf geachtet, ob dies bisher bei einem speziellen Birnen-Hersteller besonders oft auftrat.

Gruppenprobleme bei Alexa

Normalerweise kann eine Gruppe mit Namen angesprochen werden, und mit "Licht an" werden die Birnen in der gleichen Gruppe wie das angesprochene Gerät geschaltet. Wenn Alexa nicht mehr auf "Licht" reagiert, kann dies also daran liegen, dass die Gruppenzuordnungen nicht korrekt gesetzt sind. Oder man hat eine Gruppe oder ein Gerät mit dem Namen "Licht" angelegt. Dies hat dann höhere Priorität.

Ezviz Kamera funktioniert nicht mit Alexa

Wenn das Bild einer Ezviz-Kamera zwar in der Ezviz-App zu sehen ist, nicht aber über Echo-Geräte, sollte man folgende drei Punkte beachten: Gerade der Punkt "Audio" mag verwirrend sein, wir haben dies aber selber bei der Installation unserer Anlage festgestellt. Ton aus stellen und schon war das Bild weg...

Stereopaar koppeln

Zwei baugleiche Lautsprecher können als Stereopaar gekoppelt werden. Dies können zwei kleine
Dots (ab 3te Generation) sein, oder meines Wissens auch zwei Echo Studios, die sicher deutlich mächtigeren Sound wiedergeben. Wir haben ein Stereopaar aus zwei Echos und beschallen damit unser Wohnzimmer. Lautstärke 5 von 10 reicht eigentlich schon aus, dass man sich nicht mehr normal unterhalten kann...
Wir haben probeweise unsere zwei Dots gekoppelt, das rumst schon recht ordentlich.
Leider sind die zusätzlichen Subwoofer nicht mehr im Amazon-Angebot zu finden... Wir hatten vor, das Wohnzimmer-Stereo-Paar mit einem Sub zu veredeln und dies dann als Heimkino Lautsprecher einzusetzen. Daraus wird jetzt wohl leider nichts mehr.

Heimkino erstellen mit FireStick & 1-2 Echos

Hat man einen (kompatiblen) Fire-Stick und Echo-Geräte im Zimmer stehen, kann man diese zu einem Heimkino-System koppeln. Der FireStick nutzt dann die Echo-Geräte als Lautsprecher und nicht den Fernseher-Lautsprecher (welcher meistens nicht so gut wie ein Echo-Paar ist). Allerdings kann dies nicht jeder Stick, die älteren können dies nicht. Zum Einrichten in der Alexa-App auf Geräte, dann Rechts Oben auf das Plus clicken, "Audiosystem einrichten", Heimkino wählen. Nun werden die vorhandenen FireSticks aufgelistet. Hier kann man (wenn der Stick es ermöglicht) einen Echo oder ein Stereo-Paar als Audio-Ausgabe verknüpfen.


Gruppenzuordnung

Um in den einzelnen Räumen jeweils mit "Licht an"/"Licht aus" das Licht schalten zu können, sollten die Lampen eines Raumes mit dem Echo-Gerät in einer Gruppe verknüpft werden. Dementsprechend kann ein Echo-Gerät nur einer Gruppe zugeordnet sein. Sinn macht natürlich, die Gruppe entsprechend dem Zimmer zu benennen. So kann auch von einem anderen Gerät das Zimmer einfach geschaltet werden. Es wird allerdings kein Unterschied zwischen Stecker und Licht gemacht. Bei dem Befehl "Licht an" werden dagegen erwartungsgemäss nur die Lampen der Gruppe geschaltet. Also nur die Geräte in die Zimmer-Gruppe stecken, welche wirklich standardmässig geschaltet werden sollen. Zur Not muss man eine zweite Gruppe anlegen, welche dann das eine Gerät mehr einschliesst. Lampen und Stecker können in mehreren Gruppen aufgenommen werden.
Um eine Gruppe einzurichten, in der App unten rechts auf die "Geräte" Ansicht wechseln, dann oben rechts auf das +, dann "Gruppe hinzufügen" (siehe Bild). Das rechte Bild ist die Ansicht einer bereits existierenden Gruppe ("Geräte", dann die Gruppe anklicken).

Datenschutz

Die Sprachbefehle werden bei Amazon auf dem Server gespeichert. Leider bleiben die ohne Zutun für Immer und Ewig dort gespeichert, dies ist natürlich auch die Voreinstellung. Allerdings kann man da auch etwas gegen tun. Zunächst kann man die Befehle manuell löschen, aber auch einstellen, das sie nach einer Zeit (minimal 3 Monate) automatisch gelöscht werden. Auch kann man per Sprachbefehl die Daten auf dem Server löschen, wenn dies konfiguriert ist. Hier zeigen wir wie das geht:
Aufnahmen löschen: Einstellungen -> Alexa-Datenschutz -> "Sprachaufnahmen-Verlauf überprüfen" und dort dann den Datumsbereich auf "gesamter Verlauf" stellen, dann "Alle Aufnahmen löschen"
Aufnahmen automatisch löschen: Einstellungen -> Alexa-Datenschutz -> "Ihre Alexa-Daten verwalten" und hier "Sprachaufnahmen automatisch löschen" auf den gewünschten Wert setzen (leider geht minimal nur "3 Monate", das heisst ohne aktiv zu werden bleiben Eure gesprochenen Befehle mindestens 3 Monate auf dem Amazon-Server)
Per Sprachbefehl löschen: Einstellungen -> Alexa-Datenschutz -> "Sprachaufnahmen-Verlauf überprüfen" und dort dann "löschen per Sprachbefehl aktivieren" einschalten

was macht sonst so Sinn

Hat man erst einmal die Möglichkeiten, wird man auch so viel Nutzen und Bequemlichkeit wie möglich aus dem System holen wollen.
Was ist also möglich? Was kann man mit dem System anstellen?

Alexa-Gerät zum Steuern des Fire TV-Geräts verwenden

Man kann auch den Fire-Stick
mit einem Echo steuern, so dass man nicht den Knopf auf der Fernbedienung drücken muss, um den Stick per Sprache zu steuern. Siehe Link wie dies eingerichtet wird.

Fernsehprogramm mit FireStick empfangen

Mit der richtigen App kann man auch das Fernsehprogramm streamen. Die einzelnen Sender haben oft auch Streamingmöglichkeiten. Um aber nicht für einen Programmwechsel auch die App wechseln zu müssen, macht eine spezielle App Sinn. Wir nutzen JOYN.de, diese ist kostenlos, man hat aber keine Zugriffe auf die Programme der RTL-Gruppe; mit TV-Now hat man Zugriff auf RTL-Programme aber nicht auf Pro7Sat1 und die App funktioniert ohne Abo auf dem Stick nicht. Joyn dagegen funktioniert tadellos, auch wenn man nicht bezahlen will. Lediglich beim Programmwechsel blendet Joyn gelegentlich zusätzlich Werbung ein.

Drop In

Ein Drop In ist ein Anruf auf einem Echo-Gerät. Einfach z.B." Alexa, Drop In Spielzimmer" sagen und die Verbindung wird aufgebaut. "Alexa, Stop" beendet das Gespräch.

Ankündigung

Eine Ankündigung ist eine Nachricht auf alle Geräte. Wenn man von unterwegs zu Hause bescheid geben will und nicht weiss, in welchem Zimmer gerade der Empfänger steckt, schickt man die Nachricht einfach auf alle Geräte. Auf alle Sprachgeräte (und sogar auf den FireSticks) wird die Nachricht übertragen. "Alexa, Ankündigung" Alexa fragt dann was angekündigt werden soll.
Alternativ kann mit der Alexa-App auch ein Text eingegeben werden.

Kombinations-Befehle

Mit einem einfachen Sprach-Befehl kann eine Routine angestossen werden, in der eine Reihe Komandos ausgeführt werden. So können gleichzeitig Lampen eingeschaltet werden, andere ausgeschaltet und eine dritte Gruppe gedimmt werden, während die Lieblingsmusik gestartet wird.

Privatsphäre

Für paranoide Gäste und für die Ausser-Haus-Abwesenheit: Alle Sprachgeräte sind bei uns mit einer schaltbaren Steckdose vorgeschaltet und lassen sich über einen Befehl ausschalten. Entweder werden die einzelnen Steckdosen in einer Routine ausgeschaltet, oder man packt die Stecker in eine Gruppe und schaltet die Gruppe aus.

"Kino"-Routine

Alle Lichter um das Wohnzimmer werden ausgestellt, ein Orientierungslicht wird auf 10% gedimmt, Alexa wünscht uns einen schönen Filmabend.

Reset-Routine

Da unser Receiver mittlerweile regelmässig spinnt, haben wir eine Reset-Routine für die Steckdose, an der dieser Receiver hängt (mit der Wohnzimmer-Alexa an einer schaltbaren Steckdose, Mehrfachstecker kosten weniger als weitere schaltbare Steckdosen). Steckdose aus, 5 Sekunden warten, Steckdose an. Receiver startet neu und zickt nicht mehr.

Zeitschaltungen

Die Beleuchtung kann zeitgesteuert aus- und eingeschaltet werden. Auch in Abhängigkeit vom Sonnenauf/-untergang. Wir haben beispielsweise eine Routine geschaltet, welche in Abhängigkeit vom Sonnenaufgang die meisten Lichter ausschaltet (da es dann hell genug ist und normalerweise keine Extra-Beleuchtung mehr benötigt wird).

Schlafenszeit

Auch eine Bettgeh-Erinnerung für unseren Sohn gibt es bei uns: Sprachausgabe "Gleich ist Feierabend!", 10 Minuten Pause, dann wird im Spielzimmer nach einer weiteren Erinnerung automatisiert der Strom ausgeschaltet. So gibt es keine Diskussion mehr "ich wusste nicht wie spät es ist". Jetzt wird einfach der Saft abgedreht.

Bewegungsabhängige Schaltungen

Mit Bewegungsmelder kann einfach eine Routine gestartet werden, wenn ein Bereich betreten wird. So kann im Gäste-Klo per Bewegungsmelder das Licht geschaltet werden, damit die nicht mit Sprachsteuerung vertrauten Gäste dennoch nicht im Dunkeln sitzen. Oder im hoch frequentierten Raum (die Küche) nicht wegen Stimmverlust das Licht aus bleibt.

Zeitabhängige Bewegungsroutinen

Alexa ermöglicht es, bei Bewegungsmeldung in einem Zeitfenster eine Routine durchzuführen. Wenn unser Sohn rechtzeitig in sein Schlafzimmer geht, wünscht Alexa eine Gute Nacht und startet eine drei ??? als Einschlafprogramm. (Die Routine wird für 1 Stunde verzögert, so geht die Routine diesen Tag nicht erneut an) Diese Routine haben wir nur temporär aktiv gehabt, für eine Schaltung pro Tag wollten wir keinen Bewegungssensor verschwenden.



Durch "Eine andere drei Fragezeichen" als Musikstück wird eine neue Folge ausgewählt.


Eine weitere Möglichkeit wäre z.B. das Licht im Treppenhaus nur in den dunklen Stunden bewegungsgesteuert zu schalten. Zur Tageszeit ist es hell genug, das hier dann kein Licht benötigt wird.

Was nicht geht...

Mit Alexa Routinen kann man (noch) nicht zwei Bedingungen haben (abgesehen von dem Bewegungsmelder mit der Zeit). Ich kann also nicht zwei Bewegungsmelder zum Schalten einer Lampe nutzen und sagen "wenn keiner der beiden Bewegungsmelder triggert, schalte die Lampe wieder aus".
Eventuell kommt das noch irgendwann. Zumindest mehrere Bewegungsmelder für eine Lichtergruppe könnte meiner Meinung nach Sinn machen.

Auch kann man keine Routinen schreiben, welche zwei Sprachassistenen betrifft. Man kann zwar eine Routine dazu bringen, egal von welchem Gerät gestartet immer im Bad das Lied "Dusche" von Farin Urlaub zu spielen, und dort die Lautstärke auf 5 setzen; man kann aber nicht im Wohnzimmer die Lautstärke auf 5 setzen und im Bad die Musik starten.

Was wir noch brauchen

sprachgesteuerter Heizungsregler

Da wir im Bad ein Thermostat haben, welches sehr schwer zu erreichen ist (auf Knöchelhöhe hinter dem Waschbecken), habe ich schon lange gesagt dass hierfür ein SmartHome Thermostat sehr geschickt wäre. "Alexa, stelle Bad auf 25 Grad!" statt auf den Knien nach dem Regler tasten. Ein Traum! Jetzt haben wir endlich ein ZigBee-Thermostat gefunden welches nicht noch eine zusätzliche Zentrale oder andere Steuergeräte benötigt, sondern direkt mit dem Echo Plus steuerbar ist. Das wird sicherlich irgendwann angeschafft.

Komponente reseten

Da es auch schon mal intessant sein kann, ein ZigBee- oder WLAN-Gerät wieder in den Kopplungsmodus zu bringen, hier eine Aufstellung wie dies geht (bei den Geräten die wir auch haben und dies wissen)
Komponente Reset Erfolgsbestätigung Anleitung
Phillips Lampe Über die Alexa-App: Bei Geräten auf das Plus rechts oben klicken, Gerät hinzufügen, bei "beliebte Marken" die "Philipps Hue" wählen, jetzt oben rechts auf das Fragezeichen, etwas herunterscrollen und auf "Phillips Hue-Lampe zurücksetzen" clicken. Hier die Seriennummer der Lampe eingeben (Um diese lesen zu können muss die Lampe vermutlich ausgeschraubt werden, der 6-stellige Code steht auf dem Gewindesockel). Funktionierte bei uns nicht immer zuverlässig, evtl. haben wir uns auch bei der Eingabe der Seriennummer vertippt. Ist auf jeden Fall sehr unbequem gelöst. ? -
innr Lampe Lampe 6 Mal an und wieder aus schalten. Lampe blinkt 2 mal -
Osram Lampe Lampe 5 Mal an und wieder aus schalten im 0,5-Sek-Takt. (Erklärungsvideo auf YouTube) Lampe blinkt 1 mal -
Osram Stecker (PowerPlug) Taste für 10 Sekunden drücken und halten. Steckdose "klackt" einmal. -
Osram Bewegungsmelder Resetknopf für 10 Sekunden drücken und halten (LED soll in dieser Zeit dauerhaft leuchten, dies funktioniert bei uns aber nicht) LED blinkt 5 mal (bei uns klappt das nicht) PDF
Spirit ZigBee Thermostat Alle 3 Tasten drücken bis im Display "10" steht, erst loslassen wenn "rES" angezeigt wird. Display zeigt "PrP" an. PDF
WLAN-gosund Lampe Lampe 3 mal ein und aus schalten Lampe blinkt durchgehend schnell, ca. 0.25s an, 0.25s aus -
WLAN-gosund Steckdose Schalt-Taster lange gedrückt halten Schalter leuchtet bläulich. -

meine Einkaufsliste

Amazon-Liste mit Preisen (AddBlock ausstellen)

Ich hätte da mal eine Frage...

Naguuut, dann her damit, aber die EMail ordentlich und ausreichend frankieren. Wir können aber nur auf persönlicher Erfahrung basierende Antworten geben. Einfach an die Hundemail (welpen@chihuahua-vom-wichtelhof.de) schreiben, das kommt schon an.

Was gibt's sonst noch so von Euch?

Wir versuchen auch noch nebenbei, auf möglichst bequeme und günstige Weise ein wenig eigenes Gemüse und Obst anzubauen. Einen Erfahrungsbericht von unseren Gärtner-Bemühungen gibt es auch.